Quelle: Habeker Hof

Schon probiert? Wiesenspargel aus Haar

von Eva Bistrick

Antonia Habeker vom Habeker Hof in Haar (Gronsdorfer Straße 22) über kurze Wege, ehrlichen Geschmack – und warum die Spargelsaison keine Zeit zum Zögern lässt.

Frau Habeker, Spargel vom Habeker Hof – was macht Ihren sogenannten Wiesenspargel besonders?
Unser Grünspargel wächst nicht auf klassischen, intensiv bewirtschafteten Feldern, sondern tatsächlich mitten in der Wiese. Zwischen Klee, Löwenzahn und wilden Kräutern. Wir verzichten komplett auf Pflanzenschutzmittel und lassen die Natur bewusst mitarbeiten. Das schafft ein kleines Ökosystem – und genau das schmeckt man später auch.

Das klingt romantisch – wirtschaftlich ist das aber sicher nicht der einfachste Weg, oder?
Nein, überhaupt nicht. Der Boden hier auf der Münchner Schotterebene ist karg, das macht den Anbau anspruchsvoll. Unser Spargel wächst langsamer und bringt deutlich weniger Ertrag als konventioneller. Aber genau dieses langsame Wachstum sorgt für das intensive Aroma. Wir produzieren weniger – aber dafür etwas, das wirklich besonders ist.

Wie frisch ist der Spargel, den man bei Ihnen kaufen kann?
Frischer geht es kaum. Wir ernten und bringen den Spargel direkt mit dem Schubkarren in den Hofladen. Ohne Zwischenlagerung, ohne Transportwege. Viele sind überrascht, wie knackig er ist – manche probieren ihn tatsächlich direkt roh vom Feld.

Sie verkaufen ausschließlich im eigenen Hofladen – bewusst oder aus der Not heraus?
Ganz bewusst. Wir wollen keine langen Lieferketten und keine Kompromisse bei der Qualität. Wer unseren Spargel kauft, bekommt ein Produkt, das praktisch ohne Umwege vom Feld in den Einkaufskorb kommt. Regionaler geht es nicht.

Die Spargelsaison ist ja traditionell kurz – wie lange gibt es Ihren Wiesenspargel noch?
Das ist genau der Punkt: Spargel ist kein Ganzjahresprodukt. Bei uns endet die Saison – wie überall – rund um Johanni, also Ende Juni. Wer ihn genießen will, sollte das jetzt tun und nicht auf später verschieben.

Und wie essen Sie Ihren Spargel am liebsten?
Ganz einfach – kurz angebraten oder gegrillt, mit ein bisschen Salz und gutem Öl. Oder auf unserer Hofpizza. Da kombinieren wir ihn je nach Saison mit dem, was gerade da ist. Das darf auch mal ungewöhnlich sein – aber genau das macht es spannend.