Quelle: Stadt Haar

Mehr Einwohner, weniger Verbrauch

von b304

Die Stadt Haar meldet sinkende Energieverbräuche pro Kopf. Laut ihrem Energie- und Klimaschutzbericht 2025 ist der absolute Endenergieverbrauch zwischen 2016 und 2025 um etwa 7,1 Prozent zurückgegangen, obwohl die Bevölkerung in den vergangenen zehn Jahren um zehn Prozent gewachsen ist. Veröffentlicht wurde der Bericht am Donnerstag, 2. Juli.

Insgesamt lag der Energieverbrauch 2025 nach Angaben der Stadt bei rund 407 Gigawattstunden. Das waren 3,8 Prozent mehr als bei der letzten Bilanz 2023. Die Stadt führt den Anstieg vor allem auf die kältere Witterung zurück. Der größte Anteil entfiel auf den Verkehr mit 44 Prozent, gefolgt von Privathaushalten mit 32 Prozent und Gewerbe mit 22 Prozent. Die öffentliche Verwaltung kam auf drei Prozent.

Mit dem Energieverbrauch waren laut Bericht rund 112.200 Tonnen CO2 verbunden. Pro Einwohner entspricht das 4,9 Tonnen im Jahr. Damit liegt Haar nach Darstellung der Stadt unter dem bundesweiten Durchschnitt von rund 7,76 Tonnen. Als Gründe nennt sie unter anderem die Wärmeversorgung über Erdgas und Fernwärme, einen Biomethan-Anteil in der Grundlast sowie einen regenerativen Stromanteil von rund 64 Prozent.

Der Ausbau erneuerbarer Energien zeigt sich laut Stadt vor allem bei der Photovoltaik. Ende 2025 waren in Haar 855 PV-Anlagen am Netz, 156 mehr als im Vorjahr. Sie erzeugten rund 8,2 Gigawattstunden Strom und deckten damit 13,4 Prozent des Haarer Stromverbrauchs. Hinzu kamen 277 Balkonsolaranlagen, rund 430 Solarthermieanlagen, etwa 200 Wärmepumpen und mehrere Blockheizkraftwerke.

Auch die Stadt verweist auf eigene Maßnahmen. 14 kommunal genutzte oder vermietete Gebäude seien bereits mit Photovoltaik ausgestattet. Seit 2010 seien 1.200 von 2.300 Straßenleuchten auf LED umgestellt worden. Bis Ende 2026 soll die Umrüstung abgeschlossen sein. Geplant sind außerdem unter anderem Photovoltaik am Wertstoffhof und auf der Dreifachturnhalle des Sportparks Eglfing, ein Quartierstromkonzept am Schulzentrum Jagdfeld, kommunales Energiemanagement, Geothermie-Fernwärme und eine zweite Photovoltaik-Freiflächenanlage am Höglweg.