Prämien für Vaterstettens Klimaschulen

von Eva Bistrick

Für ihren Einsatz im Klima- und Umweltschutz erhalten drei Vaterstettener Schulen insgesamt 1.300 Euro: Das Humboldt-Gymnasium bekommt 600 Euro, die Grund- und Mittelschule 400 Euro und die Realschule 300 Euro. Gewürdigt werden damit ihre Aktivitäten im Netzwerk „Klimaschulen Ebersberg-München“.

Die Prämien wurden am Donnerstag, 22. Oktober, in der Aula des Gymnasiums Kirchseeon übergeben. Insgesamt wurden dabei 185 Projekte aus dem Schuljahr 2025/26 mit 9.950 Euro ausgezeichnet. Die Gesamtsumme wird entsprechend den Aktivitäten auf die teilnehmenden Schulen verteilt. Betreut wird das Netzwerk von der Energieagentur Ebersberg-München.

Bienen, Lebensmittel und Recycling

Am Humboldt-Gymnasium lag ein Schwerpunkt auf dem Thema Bienen. Zu den eingereichten Aktivitäten gehörten der Bau eines Insektenhotels im Schulgarten und, neben anderen Projekten, eine Gewässerexkursion. Auch das Energiesparen im Schulalltag spielte eine Rolle: In Räumen ohne Bewegungsmelder erinnern Hinweisschilder daran, das Licht auszuschalten.

Urkundenübergabe im Vaterstettener Humboldt-Gymnasium (Foto: Energieagentur Ebersberg-München)

Die Grund- und Mittelschule Vaterstetten beteiligte sich am Stadtradeln und beschäftigte sich mit Abfallvermeidung und Recycling. Weitere Aktionen drehten sich um ein gesundes Frühstück und die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung durch Food Sharing. Die Schülerinnen und Schüler pressten außerdem selbst gepflückte Äpfel zu Saft. Zum Programm gehörte auch ein Besuch im Museum Wald und Umwelt.

Die Realschule Vaterstetten war ebenfalls beim Stadtradeln dabei. Hinzu kamen die Teilnahme an einem Wettbewerb zum Thema Dämmung und ein Projekt rund um das Recycling von Papier.

Die Beispiele zeigen, wie unterschiedlich sich Klima- und Ressourcenschutz im Schulalltag aufgreifen lassen – vom Umgang mit Lebensmitteln und Materialien bis zum Energieverbrauch im Klassenzimmer. Die Prämien sollen die Schulen darin unterstützen, weitere eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Vom Pizzakarton bis zum Solarfahrzeug

Die zahlreichen Projektbeispiele aus dem Landkreis zeigen, wie vielfältig Klimaschutz im Schulalltag aussehen kann: Wiederverwendbare Pizzakartons waren ebenso unter den Einreichungen wie ein selbstgebautes Solarfahrzeug und ein Stuhl, dessen Sitzfläche aus dem Garn alter T-Shirts gefertigt wurde. Ein Kräuternaschgarten und Unterricht im Waldklassenzimmer gehörten ebenfalls zu den Ideen. An der Grund- und Mittelschule Aßling nahmen Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Stiftung Warentest selbst gemacht“ Produkte auf ihre Nachhaltigkeit hin unter die Lupe. Das Gymnasium Grafing entwickelte wiederum Materialien zur Umweltbildung, die Lehrkräfte flexibel in Vertretungsstunden einsetzen können. So lässt sich auch eine kurzfristig zu besetzende Unterrichtsstunde nutzen, um Umwelt- und Klimaschutz aufzugreifen.

Weitere Schulen können mitmachen

Auch Schulen, die bisher nicht beteiligt sind, können sich engagieren: Wer künftig mitmachen möchte, kann im laufenden Schuljahr eigene Projekte umsetzen und diese bis zum Beginn der Sommerferien beim Landratsamt einreichen.