Kakerlake – zum Glück nicht!

von Eva Bistrick

Hellbraun, lange Fühler, blitzschnell – und fliegen können sie auch noch: Wer – wie ich – derzeit solche Krabbler in Haus und Garten entdeckt, hat häufig eine Bernstein-Waldschabe vor sich. Sie sieht einer Kakerlake ähnlich, ist aber für Menschen, Lebensmittel und Wohnungen harmlos.

Die ursprünglich aus Südeuropa stammende Art breitet sich seit Jahren nach Norden aus und ist inzwischen auch in Bayern etabliert. Bernstein-Waldschaben leben eigentlich draußen, werden aber vor allem abends vom Licht angezogen und gelangen durch offene Fenster und Türen ins Haus.

Typisch sind der schlanke, hellbraune Körper und die langen Fühler. Anders als die problematische Deutsche Schabe kann die Bernstein-Waldschabe fliegen und ist auch tagsüber unterwegs. Vor allem wichtig: Sie vermehrt sich im Haus nicht und geht nicht an Vorräte.

Wer sicher sein will, sollte auf den Halsschild achten: Die Deutsche Schabe besitzt dort zwei dunkle Längsstreifen. Bei der Bernstein-Waldschabe fehlen diese.

Auch Stinkwanzen sind wieder unterwegs

Neben den Waldschaben fallen derzeit auch wieder Marmorierte Baumwanzen auf. Sie sind breiter und schildförmig und suchen im Herbst geschützte Plätze zum Überwintern – gerne auch in Häusern.

Für Menschen sind auch sie harmlos. Zerquetschen sollte man sie allerdings besser nicht: Bei Gefahr geben sie ein übel riechendes Sekret ab.

Für Pflanzen sieht es anders aus. Die ursprünglich aus Asien stammende Art kann Obst und Gemüse schädigen und gilt deshalb als Pflanzenschädling.

Für beide ungebetenen Gäste gilt: Glas drüber, Papier unterschieben und wieder nach draußen setzen. Fliegengitter helfen, damit sie gar nicht erst hereinkommen.