JUZ zieht in die alte Mittelschule

von Catrin Guntersdorfer

Einstimmig hat sich der Gemeinderat Vaterstetten auf seiner gestrigen Sitzung für ein neues Jugendzentrum in den Räume der ehemaligen Mittelschule ausgesprochen. Sehr zur Freude zahlreicher Jugendlicher, die vor Ort der Entscheidung entgegengefiebert hatten. Mit Spannung war die Entscheidung darüber erwartet worden, ob das Gremium Grünes Licht für die „Verwirklichung eines selbstverwalteten provisorischen Jugendzentrums im rechten Gebäudetrakt des Erdgeschosses der alten Mittelschule gibt.“ (B304.de berichtete).

Wollten bei der Abstimmung live mit dabei sein: Vertreter des Vereins JUZ bava, der sich für ein neues Jugendzentrum in Vaterstetten einsetzt. (Foto. privat)

Daher war auch der komplette Vorstand des Vereins JUZ bava, der sich für ein neues Jugendzentrum in Vaterstetten einsetzt, bei der Gemeinderatssitzung anwesend. “Wir freuen uns mega, dass uns der Gemeinderat die Räume zugesagt hat – und das sogar einstimmig!”,  berichtet Susanne Fischer, Mitglied des Vereins, nach der Abstimmung. “Jetzt können wir endlich mit den Planungen anfangen. Wir sind alle hochmotiviert und wollen uns auf alle Fälle an den Umbauarbeiten beteiligen.” 45.000 Euro sind nach Angaben Leonhard Spitzauers, Vaterstettens erster Bürgermeister, für die Umbaumaßnahmen an der Mittelschule eingeplant. “Im Treppenhaus der Schule müssen wir noch ein paar Wände einziehen und auch an der Elektrik und den Fluchtwegen muss noch gearbeitet werden”, erklärt Spitzauer. David Göhler, Ortsvorstand der Grünen in Vaterstetten gibt noch zu bedenken,” dass in den Räumen der alten Schule für einen guten Internet-Zugang gesorgt wird, da dies für Jugendliche wichtig ist.”

Die Einrichtung eines Jugendzentrums in der Mittelschule wird jedoch nur eine provisorische Lösung sein. Sobald das Neubaugebiet Vaterstetten Nord-West fertiggestellt ist, sollte das OHA ( Offenes Haus der AWO, Hans-Luft-Weg) mit seinen Räumlichkeiten dort angesiedelt werden und das freiwerdende Gebäude wieder als Jugendzentrum dienen – wie bereits vor 10 Jahren. So war der ursprüngliche Plan. Der Gemeinderat wollte sich jedoch nicht darauf festlegen, dass nur dieser Standort als anschließende, langfristige Lösung in Betracht gezogen wird. Es solle auch weiterhin nach anderen Möglichkeiten gesucht werden. Spitzauer ist jedoch skeptisch: “Wir werden  ziemlich sicher nichts anderes finden. Die Gemeinde hat zu wenig Grundstücke, die für ein Jugendzentrum in Frage kommen. Es muss einfach mit dem OHA im Anschluss klappen!” Jetzt stehen jedoch erst die Planungen für das Provisorium im Vordergrund. Bis zur nächsten Sitzung soll durch die Verwaltung ein detaillierter Kostenvoranschlag eingeholt werden.