„Haberer“ soll Vize werden

von Markus Bistrick

Überraschende Personalie in Vaterstetten: Max Mack (CSU), der Wirt vom „Purfinger Haberer“, soll künftig Zweiter Bürgermeister und damit Stellvertreter der neuen Rathaus-Chefin Maria Wirnitzer (SPD) werden. Der gelernte Hotelkaufmann (41) bekam bei der Wahl am 8. März die drittmeisten Stimmen aller 141 Gemeinderatskandidaten, und das, obwohl er freiwillig erst auf Platz 18 der CSU-Liste kandidiert und deshalb kaum von sogenannten Listenstimmen profitiert hatte.

Gestern haben die künftigen CSU-Gemeinderäte einstimmig beschlossen, dem neuen Gemeinderat bei dessen konstituierender Sitzung am 7. Mai vorzuschlagen, Max Mack zum Zweiten Bürgermeister zu wählen. Die Wahl des 41-Jährigen gilt als sicher, auch, weil die CSU mit 12 Gemeinderatsmitgliedern in der neuen Wahlperiode des Vaterstettener Gemeinderats erneut die mit Abstand stärkste Fraktion ist.

Interessant dabei: Der Stellvertreter-Posten wird gerne auch dazu genutzt, um einen möglichen Bürgermeister-Kandidaten “aufzubauen”. Und sicher ist schon jetzt: Die CSU wird bei der nächsten Kommunalwahl in sechs Jahren einen neuen Kandidaten brauchen, denn Leonhard Spitzauers politische Karriere ist durch die Abwahl beendet. Ob Spitzauer sein Gemeinderatsmandat und sein Kreistagsmandat wahrnimmt, steht nach Angaben von CSU-Ortsvorsitzendem Florian Pöhlmann noch nicht fest: “Die Entscheidung liegt komplett bei ihm.”

Anders als die Wahl zum Ersten Bürgermeister, der direkt vom Volk gewählt wird, werden die beiden Stellvertreter von den Gemeinderäten gewählt. Entscheidend bei der Postenvergabe sind vor allem die Mehrheitsverhältnisse. Demnach stünde das Amt des Dritten Bürgermeisters den Grünen zu. Gute Chancen hätte aber auch Alt-Bürgermeister Georg Reitsberger von den Freien Wählern, der – wie Max Mack – bei den Bürgern äußerst beliebt ist.

Die finale Entscheidung fällt am Donnerstag, 7. Mai, in der konstituierenden Sitzung des Vaterstettener Gemeinderats.

Noch bis einschließlich 30. April ist Maria Wirnitzer Zweite Bürgermeisterin, sie leitet aber bereits in Vertretung des abgewählten Bürgermeisters Leonhard Spitzauer, der seinen Resturlaub genommen hat, die Amtsgeschäfte. Roland Meier (FW) ist noch Dritter Bürgermeister.

Inhaltliche Korrektur zum Ursprungsartikel: Wir hatten geschrieben, dass “Maria Wirnitzer 2032 aus Altersgründen nicht erneut antreten darf. Das ist nicht richtig, denn: Die Altersgrenze gilt seit 2024 nicht mehr, somit kann Maria Wirnitzer auch für eine weitere Amtszeit antreten. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.