Grüne unterstützen Wirnitzer – FW bleiben neutral

von Markus Bistrick

„Wer für eine nachhaltige, soziale und grüne Gemeinde ist, dem raten wir: Wählt Maria Wirnitzer“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Vaterstettener Grünen. Die Freien Wähler werden keine Wahlempfehlung abgeben. „Wir bleiben unabhängig“, teilt man auf B304.de-Nachfrage mit. Wie berichtet konnte am 8. März in Vaterstetten keiner der vier Kandidaten die notwendige absolute Mehrheit (50 % + 1 Stimme), erreichen. Am Sonntag, 22. März, treten deshalb Amtsinhaber Leonhard Spitzauer (CSU) und Maria Wirnitzer (SPD) erneut gegeneinander an. Damit wiederholt sich das Duell aus dem Jahr 2020. Damals war Wirnitzer mit gerade einmal 163 Stimmen Unterschied nur äußerst knapp unterlegen.

Rückendeckung bekommt die Baldhamer Landschaftsarchitektin, die aktuell stellvertretende Bürgermeisterin ist, jetzt von den Vaterstettener Grünen. Nach eingehender Diskussion sei die Entscheidung eindeutig dafür gefallen, Maria Wirnitzer bei der Stichwahl aktiv zu unterstützen, heißt es in einer Mitteilung. Entscheidend sei dabei gewesen, wer die grünen Werte in der Verwaltung vertreten könne und bei wem es große Schnittmengen in Sachfragen gäbe. Grünen-Gemeinderat Felix Edelmann wörtlich: „Mit Maria haben wir die Chance, Themen anzugehen, die in den letzten sechs Jahren nur stiefmütterlich behandelt wurden, zum Beispiel in Sachen Windkraft.“

“Bürger wünschen sich eine Veränderung”

Die Grünen selbst hatten bei der Bürgermeisterwahl mit ihrem eigenen Kandidaten enttäuscht. David Göhler kam mit 1.285 Stimmen nur auf 10,1 Prozent und belegte damit hinter Sonja Kiran (10,8 Prozent) von den Freien Wählern den letzten Platz. Interessant dabei: Auf der Gemeinderatsliste bekam Göhler 4.875 Stimmen, also deutlich mehr. Das Wahlergebnis lasse vermuten, dass etwa die Hälfte der Grünen-Wähler sich bereits im ersten Wahlgang für die SPD-Kandidatin als Bürgermeisterin entschieden hätten, mutmaßen die Grünen. „In den vielen Gesprächen im Wahlkampf machten uns viele Bürger deutlich, dass sie sich eine Veränderung an der Rathausspitze wünschen und Maria Wirnitzer dabei die größten Chancen ausrechnen.“

Amtsinhaber Leonhard Spitzauer (CSU), der von der FDP unterstützt wird, kam im ersten Wahlgang auf 43,7 Prozent, Maria Wirnitzer auf 35,5 Prozent. Beim ersten Wahlgang vor sechs Jahren votierten 39,1 Prozent für Spitzauer, der damals noch nicht von der FDP unterstützt wurde, Wirnitzer auf 27,8 Prozent. Ihr ist aus eigener Kraft dieses Mal der deutlich größere Sprung (+7,7 Prozent) gelungen. Es dürfte am 22. März also äußerst spannend werden.

Egal wie: Bitte gehen Sie unbedingt wählen! Sofern Sie übrigens bereits beim ersten Wahlgang Briefwahl beantragt haben, sollten Sie dieser Tage per Post automatisch Ihre Wahlunterlagen bekommen. Was Sie sonst noch zu den Wahlunterlagen und zur Stichwahl wissen sollten, finden Sie hier.

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