Gemüsegarten für jedermann

von Catrin Guntersdorfer

Bio boomt, auch beim Gärtnern. Einer, der diesen Trend erkannt hat, ist Lukas Höger aus Ingelsberg. Er stellt allen, die ihr Bedürfnis nach ökologisch angebautem Gemüse, Natur und ehrlicher Arbeit befriedigen wollen, kleine Parzellen zur Verfügung, auf denen angebaut werden kann, was das Herz begehrt. „Vor allem junge Familien mit kleinen Kindern nehmen mein Angebot derzeit gerne wahr“, erklärt der 24-Jährige, dessen Großvater bis 1990 eine Landwirtschaft in Ingelsberg betrieben hat. Nachdem sein Vater den Hof nicht weiterführte, wurden die Wiesen in den letzten Jahren an andere Landwirte verpachtet. Jetzt ist jedoch Lukas am Zug und hat die große Beliebtheit des Sebstversorgerprinzips erkannt.

Die ersten Gartler setzen schon ihre Pflänzchen in die gemieteten Parzellen.

Gemüsegarten mit grandioser Aussicht

„Der Grundgedanke ist, dass die Leute, die hier mitmachen, wegkommen von der Einstellung „immer schneller, immer besser“. Hier kann man wieder die Grundwerte kennenlernen, selbst in die Natur gehen, sich Gedanken über den Anbau von Lebensmitteln machen und auch direkt erfahren, wo sie herkommen.“ Auf Flächen von 50 oder 100 Quadratmetern kann man sich für einen Preis von 100 bis 300 Euro pro Jahr als Hobbylandwirt versuchen. „Wir haben ein solidarisches Preismodell. Die Mieter entscheiden über den Preis und können so, wenn sie mehr bezahlen möchten, unsere Arbeit unterstützen und sorgen auch dafür, dass sich jeder eine Parzelle leisten kann. Und eine tolle Aussicht gibts hier gratis dazu.“ Und so stehen neben dem beliebten Schlittenberg in Ingelsberg jetzt Wassertanks mit Gießkannen bereit und in einem Holzschuppen warten Gartengeräte auf ihren Einsatz. Die werden den Mietern der Parzellen nämlich von Lukas zur Verfügung gestellt. „Muss sich ja nicht jeder für ein paar Hundert Euro eigenes Equipment kaufen!“, erklärt Lukas, der auch selbst auf einem Teilstück Gemüse anbaut und den „Neubauren“ mit Rat und Tat zur Seite steht, damit in ein paar Monaten auf dem derzeit noch recht tristen Acker Salatköpfe, Bohnenstauden, Radieschen und Kartoffeln geerntet werden können.

Schnell sein lohnt sich

Mehrjährige Pflanzen werden in diesem Jahr noch nicht gepflanzt: „Am Jahresende wird hier wieder alles auf Null gesetzt und einmal komplett durchgeackert. Aber im nächsten Jahr sollen dann auch Erdbeerpflanzen und Himmbeersträucher gedeihen.“ Jeder, der Interesse an einer Parzelle hat, kann sich bei Lukas Höger melden (Tel. 0176 57832728) und auch auf Instagram wird man von ihm auf dem Laufenden gehalten (@mikrofarm.ingelsberg). Derzeit sind schon 40 Parzellen belegt. „Aber ein paar kann ich schon noch vergeben“, so Lukas.

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