Erfolgreiche Premiere für das Café Evergreen

von Catrin Guntersdorfer

Deutlich nervös wirkte Veranstalterin Monika Malinowski noch Tage zuvor: Ob ihr Angebot, einen offenen Treff für „Best Agers“ zu veranstalten, wohl angenommen wird? Von Anlaufzeit war immer die Rede, von Geduld, die man aufbringen müsste, bis sich so eine Veranstaltung etablierte. Doch all das war nicht nötig: Schon bei der Premiere des „Café Evergreen“ blieb kein Stuhl leer. Und auch kein Stück Kuchen übrig. Als hätten die Haarerinnen und Haarer nur darauf gewartet, so strömten sie am 27. April, dem Starttermin des Café Evergreen, ins Foyer der Volkshochschule.
Der Empfang war schön: Die Tische waren ansprechend gestaltet, das Klavier stand bereit und auf dem Buffet stand allerlei Verlockendes. Mehr als 60 Gäste wollten sich das Angebot nicht entgehen lassen, das Foyer der Volkshochschule war bis auf den
letzten Platz besetzt. Nach kurzen Begrüßungsworten von Jürgen Partenheimer, Vorstandsvorsitzenden der Bürgerstiftung Haar,
und der Organisatorin Monika Malinowski, freuten sich alle auf die von den Damen des Vereins ” handinhandinHaar” mit viel Liebe gebackenen und verzierten Torten und nicht minder leckeren Kuchen. Wahre Kunstwerke waren darunter, die natürlich
ausgiebig gelobt und von den Buffetdamen gekonnt serviert wurden.
Neben den Köstlichkeiten und den netten Gesprächen kam auch die Kultur nicht zu kurz: Astrid Malinowski spielte am E-Piano wunderschöne Melodien und als Highlight wurde im Kinosaal der VHS der Film „Haarer Geschichten“ gezeigt.
Haarerinnen und Haarer im gesetzten Alter schilderten darin ihre oft karge Kindheit und Jugend. Wehmütig berichtete
beispielsweise ein Ehepaar von den Kinos, der mehr oder weniger einzigen „Vergnügungsstätte“ und den ersten Annäherungsversuchen des noch schüchternen jungen Mannes.
Wie schön, dass es jetzt mit dem Café Evergreen wieder eine neue „Vergnügungsstätte“ in der Gemeinde gibt. Lebhafte
Erinnerungen sorgten nach dem Film für reichlich Gesprächsstoff und man hatte sich auch sonst allerhand zu erzählen.

Eine Haarerin sprach aus, was viele dachten.“Man sagt immer: Wir müssten uns mal zusammensetzen und plaudern. Aber dann kommt es doch nie dazu.“ Und nun, in dieser Runde hatte man die beste Gelegenheit dazu und nutzte sie ausgiebig. Als sich gegen 18 Uhr das Foyer leerte, freuten sich schon alle auf den nächsten Termin. Bereits am 25. Mai wird es wieder so weit sein.