Haar richtet vor seinen beiden Schulzentren sogenannte „Kiss & Ride“-Zonen ein – allerdings unter einem deutlich bairischeren Namen. Als „Bussi & Pfiat di“-Bereiche sollen die Kurzhalteplätze den morgendlichen Bringverkehr ordnen und gefährliche Situationen vermeiden.
Autos in zweiter Reihe, wartende Fahrzeuge und Kinder, die sich mit ihren Schulranzen durch den Verkehr bewegen: Vor den Haarer Schulen wird es morgens häufig eng. Besonders für Schülerinnen und Schüler, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, können dabei gefährliche Situationen entstehen. Der Stadtrat hat deshalb beschlossen, an beiden Schulzentren Kurzhaltezonen einzurichten.
Der internationale Begriff „Kiss & Ride“ wird in Haar kurzerhand eingebairischt: „Bussi & Pfiat di“ steht künftig auf den Schildern. Die Idee dahinter bleibt dieselbe: kurz anhalten, das Kind sicher aussteigen lassen, verabschieden und direkt weiterfahren. Ab dem neuen Schuljahr 2026/2027 sollen die ersten Plätze entsprechend ausgewiesen werden.
Die neuen Bereiche sind ausdrücklich keine Warte- oder Dauerparkplätze. Dort darf nur so lange gehalten werden, wie das Aussteigen dauert. Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten stehen bleibt, parkt bereits. Für das Begleiten bis zum Schultor, längere Gespräche oder das Warten auf den Unterrichtsbeginn müssen reguläre Parkmöglichkeiten genutzt werden.
Vor der Konradschule werden drei Stellplätze an der St.-Konrad-Straße zwischen Frühlingsweg und Tiefgarage mit eingeschränktem Halteverbot und den neuen Schildern gekennzeichnet. Am Schulzentrum Jagdfeldring sollen vier Kurzhalteplätze entstehen. Zunächst müssen dort jedoch die wegen der Baustelle am Ernst-Mach-Gymnasium eingerichteten Ausweichbushaltestellen aufgelöst werden. Sobald die Busse wieder an ihrer gewohnten Stelle halten, können auch dort die „Bussi & Pfiat di“-Plätze ausgewiesen werden.
Entlastung bringen die neuen Bereiche allerdings nur, wenn sich die Eltern an die Regeln halten: Bussi, pfiat di – und weiterfahren.