Zuschuss für Kirchensanierung beschlossen

von Leon Öttl

Der Vaterstettener Hauptausschuss hat einen Zuschuss über 7000€ für die Sanierung der Kirche St. Peter und Paul in Neufarn beschlossen. Kritik gab es am Erzbistum, das nur einen Teil der Kosten trägt.

„Stark sanierungsbedürftig“ seien Kirchturm und Westfassade, so Bürgermeisterin Maria Wirnitzer (SPD) in der Sitzung am Mittwoch. Die Gesamtkosten belaufen sich nach Berechnungen auf rund 158.000 Euro. Das Erzbistum übernimmt dabei 100.000 Euro der Kosten, weitere 23.500 Euro sollen aus Spenden, unter anderem vom Neufarner Christkindlmarkt, finanziert werden. Damit beläuft sich das Defizit auf gut 35.000 Euro. 

Geschlossen werden soll dieses laut Kuratie Neufarn durch Fördermittel für Denkmalpflege, sowie aus einem gemeindlichen Zuschuss. 10.000 Euro Förderung beantragte die Kuratie.

Die Verwaltung stellte zwei Entwürfe vor: die Ablehnung des Antrages oder die Förderung von 20% der Finanzierungslücke, was 7.000€ entspricht.

„Zurückhaltend“ sei man deshalb gewesen, so Sabine Remling von der Kämmerei, da es sich um eine freiwillige Ausgabe handle. Für die 7.000€ stehen im laufenden Haushaltsjahr keine Mittel zur Verfügung, erst im Folgejahr könne daher die Auszahlung erfolgen. Im Beschlussvortrag warnte die Finanzverwaltung vor „einer möglichen Präzedenzwirkung der Angelegenheit“. Denn die Förderhöhe von 20% des Defizits habe sich inzwischen quasi etabliert. Man gehe jedoch nicht davon aus, dass sich das Ordinariat eine Rechtsbindung aus dem Förderbeschluss ableitet, so Remling. 

Im Gremium befürchtete man, dass das Erzbistum von vornherein mit dem Zuschuss aus Steuergeldern kalkuliere. Dass vom Erzbistum „nicht mehr kommt“ sei das „eigentliche Dilemma“, so Maria Wirnitzer. Im Gemeindegebiet befinden sich viele alte Kirchen, so Remling. Da das Ordinariat die Kosten der Sanierung nicht vollständig trage werde es nicht ausbleiben, dass es weitere Zuschussanträge gibt. Etwa für die Purfinger Kirche, wie Maximilian Mack (CSU) feststellte. Diese sei ebenfalls „schwer sanierungsbedürftig“. Er brachte daher eine Deckelung künftiger Zuschüsse ins Spiel. 

Den Zuschuss beschloss der Ausschuss einstimmig.