Mit dem heutigen Richtfest konnte die Stadt Haar ein wichtiger Meilenstein für die neue städtische Kindertageseinrichtung „Haarer Wiesel“ am Wieselweg feiern. Der moderne, sechsgruppige Kindergarten soll bereits zum Kindergartenjahr 2026/2027 eröffnen und künftig Platz für insgesamt 124 Kinder bieten – darunter zwei Krippen- und vier Kindergartengruppen.
Bürgermeister Dr. Andreas Bukowski zeigte sich beim Pressetermin beeindruckt vom rasanten Baufortschritt: „Wie das hier alles in der kurzen Zeit entstanden ist – das ist rekordverdächtig.“
Tatsächlich verlief die Umsetzung in bemerkenswertem Tempo: Im Juli 2025 wurde das Projekt auf den Weg gebracht und die Aufträge vergeben, im Dezember folgten die Baugenehmigungen. Im Januar 2026 wurde der Bauplatz vorbereitet, diesen Monat wurden die Holzhybrid-Module geliefert. Schon im August soll die Innenausstattung fertiggestellt sein, damit die Kinder im September ihr neues Zuhause beziehen können.
Lachend berichtet Bukowski von einer Begebenheit vor wenigen Wochen: „Eine Mutter hat kürzlich die Kindergartenleitung kontaktiert und ihr mitgeteilt, dass sie sich freut, im Herbst einen Platz im Kindergarten zu haben , aber mit Schrecken festgestellt hat, dass hier noch gar nicht steht. Wir konnten sie aber beruhigen.“

Der Neubau setzt auf eine nachhaltige und flexible Bauweise. „Der Bau ist wirklich schön geworden, es ist sehr viel Holz aus dem Zillertal verbaut, was für ein sehr angenehmes Raumklima sorgen wird“, so der Bürgermeister. Nicht nur erneuerbare Energien, wie Photovoltaik oder Regenwassernutzung gehören beim Bau des neuen Kindergartens zum Konzept. „Auch unserer zirkulären Bauweise wurde Rechnung getragen. Das heißt: Auch wenn der Kindergarten einem Bau in Massivbauweise in nichts nachsteht, könnte man die Module des Gebäudes ohne Probleme wieder auseinandernehmen oder auch erweitern. Es ist also alles sehr flexibel und mobil und kann anders wiederverwendet werden.“

Besonders wichtig war der Stadt dabei auch der sensible Umgang mit der Umgebung und dem vorhandenen Baumbestand. Der Standort war im vergangenen Jahr politisch diskutiert worden, unter anderem wegen des Eingriffs in die Grünfläche am Wieselweg. „Der Bau fügt sich sehr gut in die Umgebung ein. Da sind wir behutsam vorgegangen und haben nur wenige Bäume fällen müssen, die meisten konnten verpflanzt werden“, erklärte Bukowski.

Die Gesamtkosten des Projekts liegen nach aktuellen Schätzungen bei rund sechs Millionen Euro. Trotz einzelner Diskussionen über Standort und Planung zog der Bürgermeister ein positives Fazit: „Im Großen und Ganzen, trotz kleiner Differenzen, ist das jetzt ein Projekt, durch das man mit einem guten Gefühl hindurchgehen kann.“



