Wohin mit den Altkleidern?

von Eva Bistrick

Ja, wo sind sie denn hin, die Altkleider-Container? Das haben sich gerade zum Jahreswechsel viele Vaterstettener Bürger gefragt. Des Rätsels Lösung: Sie wurden ohne Ankündigung abgebaut – und anschließend nicht an allen vorherigen Standorten wieder neu aufgebaut. So fehlen beispielsweise die Container in der Baldhamer Straße und auf dem Park & Ride-Parkplatz Vaterstetten, südlich der Bahnstrecke. (Allerdings will der neue Verwerter, Diakonia, bei Bedarf aufstocken bzw. behält sich vor, wenig genutzte Container ggf. wieder abzubauen.) Wir verraten Ihnen, wo Sie Ihre Altkleiderspenden künftig abgeben können. Denn: In den Restmüll dürfen sie nicht.

Vaterstetten
– Föhrenweg (Wertstoffhof): 4 Container
– Johann-Sebastian-Bach-Straße (Parkplatz Minigolf): 4 Container
– Möschenfelder Straße (bei der Kirche): 3 Container
– Verdistraße (Parkbucht beim Altschütz): 2 Container

Baldham
– Hasenweg/Otterweg: 1 Container
– Max-Loidl-Weg: 2 Container
– Rossinistraße: 1 Container (Unterflur)

Parsdorf
– Wertstoffhof: 2 Container

Weißenfeld
– Ottendichler Straße: 1 Container

Hier geht´s zur Liste aller Wertstoffinseln inkl. Anzahl der Container
für Altglas, Papier, Verpackung und Textilien: ÜBERBLICK

Überfüllte Altkleider-Container sind kein neues Problem – entsprechende Zustände gab es an manchen Standorten bereits vor dem Abbau. Dieses Foto zeigt einen Container am Stadion am 25. Januar 2026.

Auch in Haar, wo nach Angaben aus dem Rathaus jährlich 130 Tonnen Altkleider anfallen, werden Ende Januar insgesamt 16 Altkleider-Container abgebaut. Künftig können ausrangierte Kleidungsstücke, Schuhe & Co. nur noch am Wertstoffhof in der Keferloher Straße abgegeben werden. Dort stehen drei Diakonia-Container bereit. Ob die Container bei den Kirchen oder beim Edeka in der Leibstraße ebenfalls abgebaut werden, ist der Stadtverwaltung nicht bekannt, da sich diese auf Privatgrund befinden.

Hintergrund des Abbaus ist, dass der Markt für Altkleider in den letzten Jahren massiv eingebrochen ist, weil die Qualität der Kleidung durch so genannte “Fast Fashion” sinkt, während bei den verwertenden Firmen gleichzeitig die Kosten aufgrund von Fehlwürfen steigen. Zugleich sind die Absatzmärkte in Afrika und Russland weggefallen. Das macht das Sammeln von Altkleidern immer unwirtschaftlicher.

Fakt ist: In den Restmüll dürfen Altkleider weiterhin auf keinen Fall. Seit dem 1. Januar 2025 verpflichtet eine EU-Richtlinie zur getrennten Sammlung von Alttextilien, um die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Das bedeutet, Kleidung, Stoffreste, Heimtextilien, Handtücher, Gardinen etc. müssen über Sammelstellen entsorgt werden.

So doch nicht! Allerdings sind vermüllte Altkleider-Container kein neues Problem – entsprechende Zustände gab es an manchen Standorten bereits vor dem Abbau. Dieses Foto dokumentiert den Zustand am 25. Januar 2026 in Vaterstetten.