“Wir werden überrannt!”

von Catrin Guntersdorfer

Die Wetterprognose für die ganze Woche ist hochsommerlich und damit zieht es von Tag zu Tag mehr Menschen zum Baden. Gerade die Freibäder erleben derzeit einen wahren Besucheransturm. “Es ist wahnsinnig viel los. Alle wollen raus und nach der langen Corona-Pause wieder ihre Freiheit genießen”, so Sandra Friesinger, Betriebsleiterin im Freibad Grafing.

Das Freibad in Grafing (Foto: Stadt Grafing)

Hier dürfen aufgrund der Beschränkungen derzeit nur zwischen 400 und 450 Badegäste gleichzeitig aufs Gelände. “Wir nehmen keine Reservierungen an”, erklärt Friesinger, “Wir wollen allen die Möglichkeit geben, zu uns zum Baden zu kommen. Da kann es dann schon mal sein, dass sich Warteschlangen bilden.” Am Eingang werden nummerierte Eintrittskarten ausgeteilt – sind die vergeben muss man sich gedulden. Zeitweise hatte die Bademeisterin das Gefühl, überrannt zu werden. “Viele kamen aus den Nachbarlandkreisen zu uns- aus München und aus Rosenheim. Manche beschweren sich dann, wenn sie nicht gleich ins Bad können, aber das ist in diesem Jahr eben so.” Das Grafinger Freibad ist bei guter Witterung täglich von 7.45 bis 20.00 Uhr geöffnet. Vor dem Besuch ist derzeit eine Kontaktdatenerfassung am Eingang erforderlich. Die FFP2-Maskenpflicht gilt ab dem 15. Geburtstag, ausgenommen auf der eigenen Liegefläche, beim Weg zum Becken und natürlich beim Schwimmen. Mund-Nasen-Bedeckung ist für Kinder und Jugendliche zwischen dem sechsten und 15. Lebensjahr Pflicht. Die üblichen Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden. Der Einlass von Kindern unter 12 Jahren ist nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder einem für die Betreuung zuständigen Erwachsenen erlaubt. Eine Testpflicht besteht nicht, solange der Inzidenzwert unter der 50er-Marke liegt. Das gilt auch für das Haarer Freibad, das täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet ist. Auch hier gibt es keine Online-Reservierung, Karten können nur am Automaten oder der Freibadkasse gelöst werden.

So leer, wie auf diesem Bild, wird es die nächsten Tage im Freibad Haar garantiert nicht sein. (Foto: Gemeinde Haar)

Im Haarer Bad haben bis zu 650 Personen gleichzeitig Platz. Kontrolliert wird die Gästezahl über die Ausgabe von Chips beim Betreten des Bades, die beim Verlassen wieder abgegeben werden müssen. Die Obergrenze wurde im letzten Sommer nur an einem einzigen Tag erreicht, sodass das Bad für kurze Zeit „geschlossen“ werden musste. Die Besuchszeit ist nicht beschränkt. Kinder bis zum Alter von 11 Jahren dürfen das Freibad nur in Begleitung eines Erwachsenen besuchen und am Freibad-Eingang muss eine Registrierung vorgenommen werden. Dazu nutzt das Freibad die App „Darf ich rein“. Wer ein Smartphone besitzt, soll den im Eingangsbereich des Freibads ausgehängten QR-Code scannen und online die Kontaktdaten ausfüllen. “Wer kein Smartphone besitzt, dem steht ein Tablet an der Freibadkasse zur Registrierung zur Verfügung. Bei großer Besucherzahl ist allerdings dann mit längeren Wartezeiten zu rechnen”, heißt es auf der Seite des Freibads. Im Bad besteht nur im Kassen-/Eingangsbereich, im Sanitärbereich und an einigen „Engstellen“ eine Maskenpflicht, die ausgeschildert ist. Das Freibad informiert weiter darüber, dass derzeit die Warmwasserduschen nicht geöffnet sind, da noch eine TÜV-Abnahme aussteht. Eine gute Meldung gibt es dafür für alle Familien mit kleinen Kindern: Das Planschbecken kann nun in dieser Saison doch noch geöffnet werden! Es wurde soweit saniert, dass eine Öffnungsgenehmigung erteilt werden kann. Voraussichtlich Mitte oder Ende der kommenden Woche wird die Genehmigung vorliegen und das Planschbecken geöffnet werden.

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