„Wertvolle Erfahrungen” für HGV-Team

von Catrin Guntersdorfer

Ein besonderes Erlebnis liegt hinter dem Team „Die fahrende Festung“ des Humboldt-Gymnasiums Vaterstetten (HGV): Aaron Biedermann, Johannes Harlfinger und Lorenz Onken vertraten ihre Schule beim Deutschlandfinale der World Robot Olympiad (WRO) am vergangenen Wochenende (19. und 20. Juni) in Trier. Für das Finale hatten sich die drei Nachwuchstüftler zuvor beim Regionalwettbewerb in Germering qualifiziert und sich damit einen Platz unter den besten Robotik-Teams Deutschlands gesichert.

Gemeinsam mit ihrer Robotics-Lehrerin Olga Teider reisten die Schüler bereits am Donnerstag mit dem Zug nach Trier. Dort erwartete sie ein beeindruckendes Teilnehmerfeld: Insgesamt waren beim diesjährigen Bundesentscheid 1.117 Teams aus 16 Bundesländern vertreten. In der Kategorie „RoboMission Junior“, in der das HGV-Team antrat, gingen 48 Mannschaften an den Start – viele davon mit langjähriger Wettbewerbserfahrung.

Hoch konzentriert: Das Team des HGV “Die fahrende Festung” (Foto: HGV)

Für die Schüler aus Vaterstetten war es die erste Teilnahme an einem Deutschlandfinale. Entsprechend groß waren die Herausforderungen. Bereits am Freitag mussten die Teams die bekannte Saison-Aufgabe meistern, die für das Finale noch einmal verändert worden war. Zusätzliche Elemente und neue Anforderungen verlangten den Robotern und ihren Programmierern einiges ab. Die Aufgaben mussten innerhalb von nur zwei Minuten bewältigt werden.

(Foto: HGV)

Am Samstag stand schließlich die sogenannte Tagesaufgabe auf dem Programm – eine Mission, die den Teams erst vor Ort bekanntgegeben wurde und die deutlich anspruchsvoller war als beim Regionalwettbewerb. Unter großem Zeitdruck wurde analysiert, programmiert, getestet und verbessert.

„Unsere drei Jungs waren sehr tapfer beim Tüfteln und Programmieren unter hohem Zeitdruck und im Beisein der starken Konkurrenz“, berichtet Olga Teider. „Wir vom HGV waren zum ersten Mal beim Deutschlandfinale dabei und haben die hohen Anforderungen eines solchen Wettbewerbs kennengelernt.“

Doch nicht nur die Wettkämpfe selbst machten die Reise nach Trier zu einer wertvollen Erfahrung. Die Teilnehmer erhielten einen umfassenden Einblick in die Robotik-Landschaft an deutschen Schulen. Neben den Wettbewerben präsentierten andere Teams kreative Projekte und innovative Lösungen für reale Probleme. Besonders die Beiträge der Kategorie „Future Innovators“, bei denen Robotik und Künstliche Intelligenz kombiniert werden, beeindruckten die Besucher.

(Foto: HGV)

„Die Kinder hatten eine großartige Chance zu sehen, was in Deutschland im Bereich Robotics für Schülerinnen und Schüler alles möglich ist“, erzählt Teider. „Neue Robotersysteme, interessante Projekte und kreative Lösungsansätze haben uns viele Anregungen gegeben.“

Die Eindrücke aus Trier haben bei den jungen Robotik-Fans vor allem eines bewirkt: zusätzliche Motivation. Schon auf der Heimreise wurden Fehler analysiert, Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert und neue Ideen gesammelt. „Unsere Teilnehmer sind sehr interessiert, weiterhin Robotics auch für Wettbewerbe zu lernen“, sagt Olga Teider. „Insgesamt war es für alle eine spannende Reise.“

Auch wenn das Team diesmal noch nicht um die Spitzenplätze mitkämpfte, war die Teilnahme am Deutschlandfinale ein wichtiger Meilenstein. Die drei Schüler konnten wertvolle Erfahrungen sammeln, sich mit den besten Nachwuchstalenten Deutschlands messen und zahlreiche neue Impulse für ihre weitere Arbeit mitnehmen. „Inspirierend war es für uns, so viele nette und engagierte Menschen mit ähnlichen Interessen kennenzulernen“, fasst Teider die Reise zusammen. Die Begeisterung für Robotik jedenfalls ist nach dem Bundesfinale größer denn je – und die nächsten Wettbewerbsrunden können kommen.

(Foto: HGV)