Am Feringasee in Unterföhring ist der Eichenprozessionsspinner entdeckt worden. Der Befall wurde nach Angaben des Landratsamts München am 10. Juni bei routinemäßigen Baumpflegearbeiten an einer Eiche im vorderen Bereich der FKK-Halbinsel festgestellt. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes wurde der Bereich daraufhin vorsorglich gesperrt. Wann die FKK-Halbinsel wieder für Besucher geöffnet werden kann, ist derzeit noch offen.
Grund für die Sperrung sind die feinen Brennhaare der Raupen des Eichenprozessionsspinners. Sie können sich leicht lösen und durch den Wind verbreitet werden. Die Haare reizen Haut, Augen und Atemwege und können in manchen Fällen auch stärkere gesundheitliche Beschwerden auslösen.
Die Raupen sind grau gefärbt, besitzen eine dunkle Rückenlinie und lange helle Haare. Typisch ist, dass sie sich in Gruppen oder langen Reihen fortbewegen – daher auch ihr Name. An befallenen Eichen finden sich häufig Gespinstnester am Stamm oder in Astgabeln. Auch diese Nester können noch lange nach dem Schlüpfen der Falter gesundheitsschädliche Brennhaare enthalten.
Wer mit den Haaren in Kontakt kommt, kann unter starkem Juckreiz, Hautrötungen, Quaddeln oder Ausschlag leiden. Möglich sind außerdem Augenreizungen, Husten, Atembeschwerden, Schwindel oder Fieber. Bei empfindlichen Personen können allergische Reaktionen auftreten.
Das Landratsamt rät deshalb dringend davon ab, Raupen oder Gespinste zu berühren oder selbst zu entfernen. Besucherinnen und Besucher sollten die Absperrung beachten und Kinder sowie Haustiere vom betroffenen Bereich fernhalten. Nach einem möglichen Kontakt wird empfohlen, die Kleidung zu wechseln und zu waschen, zu duschen sowie die Haare gründlich zu reinigen. Bei starken Beschwerden oder Atemnot sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
