Spendenaktion: Symbolische Ziegelsteine

von Catrin Guntersdorfer

Der Vaterstettener Partnerschaftsverein mit Alem Katema startet gerade eine Spendenkampagne, um endgültig den dritten Kindergarten im äthiopischen Partnerort zu finanzieren. Durch die neue Einrichtung sollen zu den rund 600 bereits bestehenden Kindergartenplätzen in den Häusern „Baldham“ und „Vaterstetten“, zusätzliche weitere 350 Plätze für Kinder zwischen vier und sechs Jahren geschaffen werden. Bei der jetzt vom Verein gestarteten Aktion, kann man für eine Spende in Höhe von 50 Euro symbolisch einen Ziegelstein für den Bau des neuen Kindergartens erwerben. Dazu bekommt man eine Urkunde. Auf Wunsch wird man auch auf der Webseite und auf einer Tafel im neuen Kindergarten namentlich erwähnt. “Wer mehr spendet, bekommt auch mehr „Ziegelsteine“ – zum Beispiel um sie zu verschenken”, erklärt Alexander Bestle vom Partnerschaftsverein das Vorhaben. “Ein weiterer Kindergarten ist der größte Wunsch der dortigen Bevölkerung seit Jahren. Den Grundstein für das Vorhaben haben wir bereits 2014 gelegt”, so Bestle weiter. Leider konnte das Projekt vorerst nicht umgesetzt werden. “100.000 Euro, die der Verein dafür zurückgelegt hat, waren nicht genug, nachdem die Baukosten immens stiegen. Weitere 150.000 Euro wollen wir deshalb bis Ende des Jahres sammeln, um dann das Bauprojekt, inklusive pädagogischer Maßnahmen wie Weiterbildung der Erzieher, umsetzen zu können.” In allen drei Kindergärten soll dabei auch die Inklusion eingeführt werden. Rund 30 Kinder mit Behinderung sollen nach Fertigstellung des dritten Kindergartens in der neuen Einrichtung eine besondere Förderung bekommen. Geplant hat das Gebäude der Vaterstettener Architekt Ralph Maurer, umgesetzt wird es mit lokalen Ingenieuren und Handwerkern.

Vaterstettens Bürgermeister Leonhard Spitzauer (re.), Maria Wirnitzer und Roland Meier (li) unterstützen das Bauvorhaben des Vereins und rufen zu Spenden auf. (Foto: Partnerschaftsverein mit Alem Katema)

Alle drei Bürgermeister aus Vaterstetten, Leonhard Spitzauer, Maria Wirnitzer und Roland Meier, finden das Kindergartenprojekt in der Partnerstadt so wichtig, dass sie einen Aufruf gestartet haben, sich an der Spendenaktion zu beteiligen. In einem Brief aus dem Rathaus heißt es: “Die letzten Jahre haben uns eines spürbar deutlich gemacht: In einer globalen Welt hört die eigene Verantwortung nicht an der nationalen Grenze auf. Was in Asien oder Afrika geschieht, kann für uns sehr große Bedeutung haben. Wir sind zu 100% von der Idee und ihrer geplanten Umsetzung überzeugt und rufen deshalb alle Bürger und Firmen der Gemeinde zum Spenden auf. Wenn jeder nur 5 € gibt, sind wir unserem gemeinsamen Spendenziel schon sehr nahe!
Der Partnerschaftsverein plant bis Ende des Jahres eine Reihe an Veranstaltungen und Aktionen um auf ihr Kindergartenprojekt aufmerksam zu machen. Weitere Infos zum Bauvorhaben und der Kampagne gibt es auf der Internetseite des Vereins. Der Aufruf: Bitte unterstützen Sie, wo es geht – auch ideell! Denn eines ist ganz sicher: Vaterstetten beginnt in Alem Katema! Und umgekehrt …