Quelle: Symbolfoto

Solaranlage mit Rinderweide geplant

von b304

Der Haarer Bauausschuss hat den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für eine große Freiflächen-Photovoltaikanlage bei Salmdorf beschlossen. Die Entscheidung fiel mit einer Gegenstimme. Abschließend muss der Stadtrat dem Plan noch zustimmen.

Die Anlage soll auf einer ehemaligen Kiesabbaufläche südlich von Salmdorf und nordwestlich von Eglfing entstehen. Auf rund 18 Hektar will die N-ERGIE Regenerativ GmbH aus Nürnberg Solarmodule mit einer Leistung von 18 bis 21 Megawatt-Peak errichten. Damit könnte rechnerisch Strom für fast 6000 Haushalte erzeugt werden.

Die Fläche soll trotz der Solaranlage weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Unter den Modulen sollen Angus-Lowline-Rinder der Familie Karg grasen. Nach Ende der Nutzung ist ein vollständiger Rückbau vorgesehen. Werden innerhalb von zwölf Monaten kein Strom eingespeist oder die Anlage dauerhaft nicht mehr betrieben, müssen die technischen Anlagen entfernt werden. Anschließend soll die Fläche wieder für den Ackerbau zur Verfügung stehen.

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens gingen überwiegend zustimmende Stellungnahmen sowie Hinweise zu kleineren Anpassungen ein. Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz hatte insbesondere auf den Schutz der in der Umgebung vorkommenden Wechselkröten und Feldlerchen hingewiesen. Für die Feldlerchen wurde eine Ausgleichsfläche im Landkreis Bayreuth gepachtet. Die erforderlichen Artenschutzmaßnahmen sollen mit den zuständigen Naturschutzbehörden abgestimmt werden.

Ursprünglich war eine Inbetriebnahme bereits Ende 2026 vorgesehen. Nach aktuellem Stand könnte der Bau im ersten Quartal 2027 beginnen. Eine Inbetriebnahme wäre dann voraussichtlich im Herbst 2027 möglich.