Mit 18 Jahren bereits dreifache Preisträgerin: Die Grasbrunnerin Maya Upmann überzeugt erneut mit ihrer besonderen Art, gesellschaftliche Themen in Geschichten zu verwandeln. Wenn Maya über ihre Texte spricht, klingt schnell durch, was sie antreibt: Neugier, gesellschaftliches Interesse und die Freude daran, Gedanken in Worte zu fassen. Genau diese Mischung hat der 18-Jährigen aus Grasbrunn nun erneut den Sieg beim Bayerischen Jugendpreis eingebracht – bereits zum dritten Mal.
Auch beim diesjährigen 6. Bayerischen Jugendpreis 2026 setzte sich Maya in ihrer Altersklasse durch. Der Wettbewerb des Vereins Initiative Werterhalt & Weitergabe e.V. stand unter dem Motto „Gesunde Kinder auf einer gesunden Erde – Wie können wir die Zukunft gestalten?“. Mit ihrer fiktiven Kurzgeschichte „Die Zukunft als Fremdsprache“ erzählt Maya von einem Mädchen, das eine neue Sprache namens „Zukunft“ erlernt und erkennt, dass jedes gesprochene Wort die Welt von morgen mitgestaltet. Für ihren Beitrag erhält sie ein Preisgeld von 600 Euro, außerdem wird die Geschichte im Sammelband „Die Zukunft gehört uns“ veröffentlicht. Zum Gewinn gehört zudem eine politische Bildungsreise nach Berlin. Jugendliche aus ganz Bayern waren bei dem Wettbewerb eingeladen, ihre Gedanken, Sorgen und Ideen zur Zukunft in Form von Kurzgeschichten, Essays, Tagebucheinträgen oder Briefen an die Politik niederzuschreiben.
Die feierliche Preisverleihung fand im Literaturhaus München statt. Unter der Schirmherrschaft von Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf und mit Unterstützung von Wertebotschafter Felix Neureuther wurden die besten Beiträge ausgezeichnet.
Für Maya Uppmann ist der Wettbewerb längst zu einem festen Bestandteil geworden. Schon bei ihrer ersten Teilnahme im Jahr 2024, damals mit 16 Jahren, überzeugte sie die Jury und wurde Gesamtsiegerin. Im vergangenen Jahr sowie jetzt 2026 gewann sie jeweils ihre Altersklasse.
„Ich verbinde das Thema immer gerne mit etwas, das mich gerade beschäftigt, und binde es dann in eine fiktive Kurzgeschichte ein. Da fällt mir tatsächlich auch immer gleich etwas ein“, erzählt Maya. Für ihren aktuellen Beitrag wählte sie erneut die Form einer Geschichte, denn gerade diese Möglichkeit, komplexe Themen kreativ zu verarbeiten, gefällt ihr besonders.
Die frischgebackene Abiturientin hat bereits klare Interessen entwickelt: Seit kurzem studiert sie im Frühstudium Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. „Geschichte begeistert mich einfach. Deutsch liegt mir auch sehr – Mathe ist dafür nicht so meins“, sagt sie mit einem Lachen.
Dass Maya trotz Abiturvorbereitung und Studienbeginn immer wieder Zeit für den Wettbewerb findet, hat einen einfachen Grund: „Es macht mir Spaß. Außerdem finde ich es schade, dass es viele Förderungen und Wettbewerbe in den Naturwissenschaften gibt, aber deutlich weniger in Bereichen wie Politik, Geschichte oder gesellschaftlichen Themen. Ich hoffe, dass dieser Wettbewerb noch mehr Aufmerksamkeit bekommt.“
Ihr Interesse an Politik und gesellschaftlichen Fragen begleitet Maya schon lange. Sie nahm unter anderem am Wettbewerb „Jugend debattiert“ teil und besuchte in diesem Zusammenhang auch den Deutschen Bundestag. Nun stehen weitere spannende Stationen an: Zunächst absolviert sie ein Praktikum in Brüssel, anschließend folgt ein Praktikum im Bundestag und später möchte sie auch Erfahrungen im journalistischen Bereich sammeln.
Die frischgebackene Abiturientin, die sich seit ihrem 13. Lebensjahr intensiv mit Geschichte, Politik und gesellschaftlichen Entwicklungen beschäftigt, absolviert bereits ein Frühstudium der Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach den Sommerferien folgen Praktika im Europäischen Parlament in Brüssel, im Deutschen Bundestag sowie in der Redaktion der Welt.
Mit ihren preisgekrönten Geschichten beweist sie eindrucksvoll, dass Literatur Denkanstöße geben und Zukunft mitgestalten kann.

