Sicherer radeln an der B304

von Leon Öttl

Ab Herbst wird die B304 in Haar auf knapp zwei Kilometern Länge saniert. Unter anderem soll Flüsterasphalt aufgebracht werden. Im Zuge der Arbeiten könnte die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 auf 50 km/h gesenkt werden. Auch Ampelphasen könnten besser an querende Fußgänger angepasst werden.

Die Grünen wollen die Sanierung nutzen, um auch die Radwege entlang der Bundesstraße zu verbessern. Ihr Antrag wurde wegen der Dringlichkeit bereits kurzfristig in der Sitzung am Dienstag, 23. Juni, behandelt. Das zuständige Straßenbauamt soll aufgefordert werden, neben der Fahrbahn auch die Radwege zu erneuern. Vorgesehen sind unter anderem begradigte Kurven, eine neue Teerung und farblich hervorgehobene Radfurten an Querungen.

Zudem sollen an ausgewählten Kreuzungen sogenannte „Trixi-Spiegel“ angebracht werden, um den toten Winkel bei Abbiegevorgängen großer Fahrzeuge zu verringern. Diese seien eine „kostengünstige Möglichkeit“, die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Ein „sinnvoller Antrag“, sagte CSU-Fraktionschef Dietrich Keymer. Jeder vermiedene Unfall rechtfertige die Vorgehensweise. Zugleich solle geprüft werden, wer die Kosten trage.

Für Radwege entlang innerörtlicher Bundesstraßen trägt in der Regel der Bund die Kosten. Für Haar würden die angeregten Maßnahmen für den Radverkehr daher voraussichtlich keine direkten Kosten bedeuten. Anders ist es bei Fußwegen: Hier ist meist die Kommune zuständig.

Der Antrag wurde mit einer Gegenstimme von Christoph Rätscher (AfD) beschlossen. Wegen der Zuständigkeit bleibt es bei einer nachdrücklichen Aufforderung an das Staatliche Bauamt Freising, das für Bau, Erhalt, Sanierung und Betrieb der Bundesstraßen im Landkreis zuständig ist.