Mit Beginn der dunkleren Jahreszeit warnt die Polizei wieder vor sogenannten Dämmerungseinbrüchen. Täter nutzen dabei gezielt die Stunden zwischen Tageslicht und Dunkelheit. Besonders häufig kommt es zwischen 17 und 21 Uhr zu Einbruchsversuchen.
Ob jemand zuhause ist, lässt sich für Einbrecher oft schon von außen erkennen: Bleibt ein Haus oder eine Wohnung dunkel, während es draußen bereits dämmert, kann dies auf die Abwesenheit der Bewohner hindeuten.
Dabei benötigen Täter häufig kein besonderes Werkzeug. Ein einfacher Schraubenzieher kann ausreichen, um schlecht gesicherte Fenster, Terrassen- oder Wohnungstüren innerhalb kurzer Zeit aufzuhebeln. Besonders leichtes Spiel haben Einbrecher bei gekippten Fenstern.
Schon einfache Maßnahmen helfen
Nach Erfahrung der Polizei geben viele Täter ihren Einbruchsversuch auf, wenn sie nicht schnell und unkompliziert ins Gebäude gelangen. Deshalb empfiehlt es sich, Fenster und Türen auch bei kurzer Abwesenheit konsequent zu verschließen. Gekippte Fenster sollten vermieden werden.
Auch mögliche Aufstiegshilfen rund ums Haus sollten nicht frei zugänglich sein. Gartenleitern beispielsweise gehören möglichst in eine verschlossene Garage oder sollten entsprechend gesichert werden.
Wer nicht zuhause ist, kann zudem mithilfe von Zeitschaltuhren oder moderner Hausautomation dafür sorgen, dass zu unterschiedlichen Zeiten Licht eingeschaltet wird und das Haus bewohnt wirkt.
Verdächtige Beobachtungen sofort melden
Eine wichtige Rolle spielt nach Angaben der Polizei auch die Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft. Unbekannte Personen oder Fahrzeuge können insbesondere dann auffällig sein, wenn bekannt ist, dass Bewohner eines Hauses gerade verreist oder längere Zeit abwesend sind.
Wer etwas Verdächtiges bemerkt, sollte allerdings niemals selbst eingreifen oder Personen ansprechen. Stattdessen empfiehlt die Polizei, sich möglichst genaue Merkmale von Personen sowie Kennzeichen, Fahrzeugmarke, Typ und Farbe zu merken oder zu notieren und umgehend den Notruf 110 zu wählen.
Wer sein Haus oder seine Wohnung besser gegen Einbrüche schützen möchte, kann sich zudem bei den kriminalpolizeilichen Beratungsstellen individuell informieren. Weitere Hinweise zu technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen gibt es unter www.k-einbruch.de.