Am Freitagabend wurde die Kindertagesstätte „Haarer Wiesel“ am Wieselweg offiziell eröffnet. Bereits seit Anfang September werden hier bis zu 124 Kinder in zwei Krippen- und vier Kindergartengruppen auf 1070 Quadratmetern Innenfläche betreut. Gebaut wurde die Einrichtung innerhalb weniger Monate.
Erfreulich sei die Einhaltung des Zeit- und Kostenplans, betonte Bürgermeister Andreas Bukowski (CSU). Der Bau sei eines der seltenen Projekte, bei denen man pünktlich fertig geworden sei. Der Beschluss zum Bau fiel Ende März 2025 im Stadtrat; die Module wurden von Februar bis Mai diesen Jahres hergestellt. Spatenstich war im März diesen Jahres, die Kinder zogen dann Anfang September ein, was einer Bauzeit von genau einem halben Jahr entspricht.
Auch bei den Kosten liege man voll im Plan: Inzwischen seien gut 97 Prozent aller Leistungen abgerechnet. Nach aktuellem Stand kostet der Bau sechs Millionen Euro und bleibt damit knapp unter dem Ansatz von 6,05 Millionen Euro. Bukowski sprach von einer „Punktlandung“.
Ganz ohne Kontroversen im Vorfeld verlief das Projekt hingegen nicht. Bereits seit 2023 wurde nach einem geeigneten Standort gesucht. Umstritten war unter anderem die Bauweise sowie die Geschossigkeit: Die Mehrheit des Stadtrats entschied sich für den eingeschossigen Bau in L-Form. SPD und Grüne forderten hingegen ein zweigeschossiges Gebäude. Damit hätte der Eingriff in die Grünfläche verringert werden können. Bedenken äußerte die SPD damals zudem an der Bauweise mit „vermeintlich billigen Modulelementen“. Der Bürgermeister sprach bei der Eröffnungsfeier hingegen von einer „Modulbauweise vom Feinsten“. Dabei hob er hervor, dass jede Gruppe direkten Zugang zum 2205 Quadratmeter großen, eingezäunten Außenbereich habe.
Noch sind die Arbeiten dort in vollem Gange. Geplant sind unter anderem ein Barfußpfad und ein Wasserlauf. In Anlehnung an das benachbarte Jugendzentrum Dino können die Kinder künftig im Sandkasten nach einem Dinosaurierskelett graben. Bis zum Jahresende sollen die Außenarbeiten abgeschlossen sein.
Ein besonderer Hingucker steht bereits neben der Eingangstür: eine handgeschnitzte Bank von Paul Gartner aus der Partnergemeinde Ahrntal in Südtirol. Die „Glückswiesel“ würde sie zum „zukünftigen Selfie-Spot“ der Stadt machen, sagte Bukowski.
Einrichtungsleiterin Daniela Müller bezeichnete die Kita als ein „modernes, nachhaltiges und zukunftsorientiertes Haus“. Auch die pädagogische Arbeit solle diesem Anspruch gerecht werden. Die Kinder sollen mitbestimmen, Selbstständigkeit erlernen und „Kinderrechte nicht nur kennen, sondern auch jederzeit spüren“.





