Nach drei Fällen mutmaßlicher Tierquälerei an Pferden im nördlichen Landkreis Ebersberg im Juni hat die Polizei nun auch im bislang ungeklärten Fall einen Tatverdächtigen ermittelt. Hinweise aus der Bevölkerung führten nach Angaben der Polizei zu einem 70-jährigen Mann aus dem nördlichen Landkreis Ebersberg.
Zwischen dem 20. und 22. Juni waren innerhalb weniger Tage drei Vorfälle in Pferdeställen in Anzing-Garkofen, Poing und im nördlichen Bereich von Vaterstetten bekannt geworden. Wie berichtet, konnten in zwei Fällen bereits kurz darauf Tatverdächtige ermittelt werden.
Offen war bislang der Vorfall in Anzing-Garkofen. Dort hatte sich in der Nacht von Samstag, 20. Juni, auf Sonntag, 21. Juni, eine zunächst unbekannte Person unberechtigt Zugang zu einer Pferdebox verschafft. Die Polizei veröffentlichte daraufhin eine Personenbeschreibung und bat die Bevölkerung um Hinweise.
Nach Angaben der Polizeiinspektion Poing führten die weiteren Ermittlungen sowie Hinweise auf diesen Zeugenaufruf jetzt zur Identifizierung eines Tatverdächtigen. Es handelt sich um einen 70-jährigen Mann aus dem nördlichen Landkreis Ebersberg. Ihm wird vorgeworfen, sich in der betreffenden Nacht unberechtigt Zugang zur Pferdebox verschafft und sich dort in tierschutzrechtlich strafbarer Weise verhalten zu haben.
Damit sind nach Angaben der Polizei inzwischen in allen drei Fällen Tatverdächtige bekannt. Im Fall im nördlichen Bereich von Vaterstetten war ein 89-jähriger Mann aus dem Landkreis ermittelt worden. Beim Vorfall auf einem Pferdehof im Osten von Poing führte die Spur zu einem 63-jährigen Mann aus Baden-Württemberg.
Nach dem damaligen Ermittlungsstand bestand zwischen den drei Vorfällen kein Zusammenhang.
