Maibaum, die Zweite

von Leon Öttl

Traditionell werden in Vaterstetten am 1. Mai nicht nur der große Maibaum aufgestellt, es wird auch jedes Jahr ein lebendiger Maibaum gepflanzt – in diesem Jahr bereits zum 43. Mal. Der diesjährige Baum wurde vor dem neuen Kinderhaus St. Anna nahe Maria Linden gepflanzt.

Die Pflanzaktion wird von der Ortsgruppe des Bund Naturschutzes durchgeführt. Deren Vorsitzender, Gregor Häuser, begrüßte die anwesenden Gäste. Als Träger öffentlicher Interessen habe man bei der Aufstellung des Bebauungsplans für die Gegend des Kinderhauses angemerkt, dass Baumbestand beim Bau der Schwester-Gabriele-Boll-Straße, die als Zufahrt zum Kinderhaus dient, erhalten bleibt – das war erfolgreich, gegenüber des Kinderhauses erfreut sich unter anderem eine Stileiche bester Gesundheit.

Über den neuen Baum freuten sich unter anderem Altbürgermeister Georg Reitsberger und die erste Bürgermeisterin Maria Wirnitzer Foto: Leon Öttl / B304.de

„Ganz besonders schön“ ist die jährliche Pflanzaktion auch für Maria Wirnitzer, die seit heute offiziell erste Bürgermeisterin der Gemeinde ist. Schon in den Vorjahren war sie unter anderem in ihrer Funktion als Vorsitzende des Gartenbauvereins bei den Pflanzungen dabei. 

Stefan Ruoff, 2. Vorsitzender der BN-Ortsgruppe und Landschaftsgärtner, erklärte die Wahl des Baumes: In diesem Jahr pflanze man eine Hainbuche. Sie ist ein typischer Baum, nicht nur für die Gegend des Kinderhauses, sondern Teil des Ursprungswaldes der Region. Von allen heimischen Baumarten hat die Hainbuche das härteste Holz, weshalb sie zum Beispiel bei der Herstellung von Radspeichen eingesetzt wurde. Das Laub zersetzt sich schnell und wird zu Hummus, was dem Boden gut tue. Durch die helle Farbe des Holzes spreche man bei der Hainbuche auch von der Weißbuche.

Selbstverständlich durften auch die anwesenden Kinder beim Pflanzen helfen – gepflegt wird der Baum von den Kindern in St. Anna – denn er benötigt gerade am Anfang viel Wasser Foto: Leon Öttl / B304.de