Unser Wahrzeichen bröckelt

von Catrin Guntersdorfer

Die katholische Pfarrkirche in Vaterstetten muss ihren Kirchturm umfassend sanieren. Die Kosten hierfür werden auf rund eine halbe Million Euro geschätzt. Da die eigenen Rücklagen nahezu aufgebraucht sind und auch vom Ordinariat kaum noch finanzielle Unterstützung kommt, ist die Kirchenstiftung dringend auf Spenden angewiesen.

Seit 75 Jahren prägt die katholische Pfarrkirche das Ortsbild von Vaterstetten. Doch am Kirchturm hat der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen: Die Farbe blättert ab, der Putz ist beschädigt, Feuchtigkeit dringt ein. Eine umfassende Sanierung ist dringend erforderlich – nicht nur, um das Erscheinungsbild des Turms zu bewahren, sondern auch, um die Sicherheit und den langfristigen Erhalt des Bauwerks zu gewährleisten.

Wie ernst die Lage ist, schildert Helga Kohl, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats: „Die Sanierungsarbeiten müssen dringend in Angriff genommen werden. Wenn die Arbeiten nicht beginnen, droht uns in ein paar Jahren, dass ein Bauzaun um die Kirche aufgestellt werden muss.“ Sachverständige hätten bereits festgestellt, dass Teile der Fassade lose seien. Noch sind die Schäden von außen kaum zu erkennen, doch der Handlungsbedarf ist groß.

Eine halbe Million Euro fehlt

Die geschätzten Sanierungskosten belaufen sich auf rund 500.000 Euro. Doch die finanziellen Möglichkeiten der Kirchenstiftung sind äußerst begrenzt: „Wir haben aktuell nur 13.000 Euro – so brutal das klingt“, sagt Kohl. „Unsere Kirchenstiftung ist leider nicht besonders reich, da wir keine Grundstücke oder Ähnliches besitzen und zum anderen haben wir erst vor rund 15 Jahren das Pfarrzentrum gebaut.“ Besonders prekär: Auch von kirchlicher Seite ist kaum finanzielle Hilfe zu erwarten. Während die politische Gemeinde zumindest minimale Zuschüsse gewährt, bleibt die Unterstützung durch das Ordinariat nahezu vollständig aus. „Die haben nichts mehr“, bringt Kohl die Situation auf den Punkt. „Wenn eine Kirche grob baufällig ist, wird sie schlicht und einfach geschlossen!“ Zwischen den vorhandenen Mitteln und den geschätzten Sanierungskosten klafft also eine gewaltige Finanzierungslücke.

Spenden und Aktionen sollen helfen

Die Hoffnung liegt nun auf der Unterstützung aus der Bevölkerung. Innerhalb der kommenden drei Jahre soll es gelingen, die benötigte Summe zusammenzubekommen, um eine Schließung der Kirche zu verhindern. Verschiedene Aktionen sind geplant, um Spenden zu sammeln. Gleichzeitig setzt die Pfarrei auf Mithilfe aus der Bevölkerung. „Ganz toll wäre es natürlich, wenn es einen Großspender gäbe“, sagt Kohl. „Solche gibt es – die muss man nur finden und ansprechen!“

Auch der leitende Pfarrer H.-J. Brennecke wirbt um Unterstützung. Der Kirchturm sei weit mehr als ein Teil des Kirchengebäudes: Er stehe für Verbundenheit, Tradition und das kulturelle Erbe der Gemeinde. Sein Erhalt sei daher ein Anliegen, das die gesamte Gemeinde betreffe.

So können Sie helfen:

Wer die Sanierung unterstützen möchte, kann eine Spende auf das Konto der Kirchenstiftung überweisen oder während der Öffnungszeiten bar im Pfarrbüro abgeben. Spenden sind steuerlich absetzbar; auf Wunsch wird eine Spendenquittung ausgestellt.

Spendenkonto: Pfarrkirchenstiftung Zum Kostbaren Blut Christi Vaterstetten

IBAN: DE28 7509 0300 0002 14 15 74

Bank: LIGA-Bank München

Verwendungszweck: Spende Kirchturmsanierung Vaterstetten