Haar ist laut einer neuen Studie die am besten versorgte Kommune Deutschlands. Im bundesweiten „IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge“ landet die 23.000-Einwohner-Stadt auf Platz eins unter 10.817 untersuchten Gemeinden. Auch Vaterstetten und Grasbrunn schneiden stark ab: Vaterstetten erreicht Rang 365, Grasbrunn Platz 535 – beide Gemeinden erhalten damit ebenfalls die Bewertung „sehr gut“.
Untersucht wurden 17 Kriterien aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Freizeit und Digitalisierung. Bewertet wurden unter anderem die Versorgung mit Kitas und Schulen, die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken und Pflegeeinrichtungen, die Anbindung an Nahverkehr, Autobahnen und Flughäfen sowie Mobilfunk- und Breitbandversorgung.
Besonders bemerkenswert: Nicht nur Großstädte liegen vorne. Neben Haar schaffen es auch andere kleinere und mittlere Städte in die Spitzengruppe. Memmingen etwa landet bundesweit auf Rang fünf. Andere Großstädte schneiden dagegen überraschend schwach ab – Würzburg kommt nur auf Platz 1.705.
Hinter Haar folgen die hessischen Städte Offenbach, Frankfurt und Eschborn auf den Plätzen zwei bis vier. Berlin erreicht Rang sechs. Insgesamt wurden 2.164 Kommunen mit „sehr gut“ bewertet.
Im Vergleich der Bundesländer liegt Nordrhein-Westfalen vorne: Dort erreicht mehr als jede zweite Gemeinde die Bestnote „sehr gut“. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern, wo laut Studie mehr als jede zweite Kommune als „sehr schlecht“ versorgt gilt. Auch innerhalb Bayerns zeigen sich laut IW deutliche regionale Unterschiede.
Für den Gemeindecheck analysierte das Institut der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Tabakkonzerns Philip Morris sämtliche deutschen Kommunen anhand statistischer Daten und Erreichbarkeitsanalysen auf Basis von 100-mal-100-Meter-Zellen des Zensus. Ergänzt wurde die Untersuchung durch eine repräsentative Befragung von 5.455 Menschen im Sommer 2025.
