Einen starken Auftritt bei den Deutschen Meisterschaften im 6-Stunden-Lauf zeigte der Haarer Ultraläufer Robert Gehrmann. Bei der neunten Auflage des Schwindegger VR-Bank 6h-Laufes am vergangenen Samstag (17. Oktober), erkämpfte sich der für den ESV Lokomotive Zwickau startende Athlet mit 67,779 Kilometern den hervorragenden dritten Platz in seiner Altersklasse M40. Auch in der Gesamtwertung der Deutschen Meisterschaft schaffte er damit den Sprung unter die besten 20.
Das besondere Highlight der diesjährigen Veranstaltung war die Austragung der Deutschen Meisterschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung (DUV). Gemeinsam mit dem Teilnehmerfeld machte sich Gehrmann, musikalisch begleitet von der Schwindegger Musikkapelle, gegen 9.50 Uhr auf den Weg zur Startlinie. Pünktlich um 10 Uhr fiel der Startschuss für die sechs Stunden dauernde Herausforderung.
Gelaufen wurde auf einer schnellen, überwiegend asphaltierten und amtlich vermessenen Runde mit einer Länge von exakt 1,383 Kilometern. Die Strecke erfüllt damit die Voraussetzungen für die Aufnahme in Bestenlisten und ist zudem mit dem internationalen IAU-Bronze-Label ausgezeichnet.
Gehrmann ging von Beginn an ein hohes Tempo. Nach drei Stunden hatte er bereits gut 35 Kilometer zurückgelegt und lag damit exakt im Plan für sein selbst gestecktes Ziel von 70 Kilometern. Auch wiederkehrende leichte Regenschauer konnten ihn zunächst nicht bremsen. Insgesamt herrschten gute Bedingungen für den Ultralauf.

Nach gut fünf Stunden machte sich das hohe Anfangstempo allerdings zunehmend in den Beinen bemerkbar. Doch Gehrmann biss die Zähne zusammen und hielt bis zum Ende durch. Nach Ablauf der sechs Stunden standen starke 67,779 Kilometer zu Buche – eine beachtliche Ausdauerleistung, die ihm bei den Deutschen Meisterschaften den dritten Platz in der Altersklasse M40 bescherte.
Auch wenn das anvisierte 70-Kilometer-Ziel knapp außer Reichweite blieb, darf sich der Haarer über ein starkes Ergebnis auf nationaler Ebene freuen. Mit seinem Podestplatz in der Altersklasse und einem Platz unter den besten 20 der Gesamtwertung unterstrich Robert Gehrmann eindrucksvoll seine Leistungsfähigkeit auf der Ultradistanz.
