Um flexibler auf Problemlagen zu reagieren, stellt die Stadt Haar zwei Mitarbeiter zur Überwachung des ruhenden Verkehrs ein. Am bisherigen Dienstleister hält man zunächst weiterhin fest, bei personellen Ausfällen und besonderen Belastungssituationen soll dieser weiterhin eingesetzt werden.
Mit einer Voll- und Teilzeitkraft sollen künftig rund 2.000 Kontrollstunden pro Jahr geleistet werden können. Der bisherige Dienstleister kontrolliert den Verkehr bislang nur in 756 Stunden. Langfristig kann der Einsatz „entfallen oder zumindest reduziert werden“. Zumindest für zwei Jahre bleibt der Dienstleister ESD daher „ergänzend Bestandteil des Gesamtkonzepts“. Die Strafzettel kommen weiterhin aus Wolfratshausen, eine eigene Bußgeldstelle wird nicht eingerichtet.
Für die Stadt bedeutet der Einsatz eigener Kräfte, dass künftig verstärkt in Bereichen mit wiederkehrenden Verstößen, im Umfeld von Schulen sowie bei Veranstaltungen und in den Abendstunden sowie am Wochenende kontrolliert werden kann. Dafür soll ein Fahrzeug angeschafft werden, das beiden Mitarbeitern zur Verfügung steht.
Eine große Mehrheit des Stadtrats stimmte dem Konzept zu, Sarah Schottlaender und Katharina Dworzak (beide SPD) lehnten es ab. Bis es umgesetzt wird, könnte es noch etwas dauern. Die Personalgewinnung dürfte Zeit kosten, wie Bürgermeister Andreas Bukowski (CSU) andeutete: man will auf „voll erfahrene KVÜ-Mitarbeiter“ setzen. Diese stünden nicht einfach vor der Tür. Das neue System soll zunächst für zwei Jahre getestet und dann evaluiert werden.
