Wie uns von einer Leserin berichtet wurde, sind derzeit vermeintliche Mitarbeiter der Münchner Stadtwerke im Gemeindegebiet Vaterstetten unterwegs. Die jungen Männer gaben an, zum Umstieg auf erneuerbare Energien informieren zu wollen und baten dabei um die Stromabrechnung.
„Seitens der Stadtwerke München sind keine Mitarbeitenden im Raum Vaterstetten unterwegs“, heißt es dazu auf Nachfrage. Dem Versorger sind ähnliche Vorfälle bekannt. Die Jahresrechnung oder Zählernummer werde unter falschem Vorwand verlangt. „Mit diesen Daten kann dann ohne das Wissen der Kunden ein Energievertrag bei einem anderen Versorger abgeschlossen werden. Vor allem Menschen, die nicht so gut deutsch sprechen, oder ältere Mitmenschen gehen solchen Drückern leicht in die Falle“, so die Pressesprecherin der Stadtwerke München.
SWM-Beschäftigte könnten immer einen Dienstausweis vorlegen. Man kann auch beim SWM Kundenservice (0800 796 796 0; kostenfrei) nachfragen, ob eine bestimmte Person tatsächlich für die SWM tätig ist. Selbstverständlich nehmen die SWM unter dieser Nummer auch Hinweise über ungewollte Besuche oder Anrufe entgegen. Ebenfalls kann die Polizei informiert werden.
Verbraucherschützer raten, sich an der Haustür nicht unter Druck setzen zu lassen. Sollte man einen Vertrag geschlossen haben, gilt ein 14-tägiges Widerrufsrecht.
Berichte über Vertreter bereits vergangene Woche
Bereits in der vergangenen Woche fielen Vertreter für Stromtarife negativ auf. Nutzer einer Nachbarschaftsplattform berichten hier von fragwürdigen Aussagen, mit denen man ebenfalls zur Vorlage der Jahresabrechnung gedrängt werde. Anders als bei den falschen SWM-Mitarbeitern handelt es sich allerdings um echte Vertriebsmitarbeiter, die für eine externe Firma im Auftrag der Sachsenenergie unterwegs sind, wie das Dresdner Unternehmen auf Nachfrage bestätigte. Die Sprecherin verwies darauf, dass aufdringliches Verhalten des Dienstleisters nicht toleriert werde.
