Kommunalwahlkampf bedeutet nicht nur große Versprechen und abstrakte Visionen, sondern ganz konkrete, kreative Ideen für eine bessere Zukunft in einer lebendigen Gemeinde. Es geht darum, das direkte Lebensumfeld der Menschen zu gestalten – mit Herz, Verstand und einem offenen Ohr für die Anliegen vor Ort. Manche Kandidaten drehen das ganz große Rad, bei anderen sind es schon kleinere, pragmatische Maßnahmen, die im Alltag spürbar viel bewirken und unsere Gemeinde Schritt für Schritt noch lebenswerter machen.
Wir haben uns umgehört und – für die Gemeinde Vaterstetten – folgende konkrete Ideen erhalten:
FDP-Gemeinderat Martin Hagen: „Mein Vorschlag, um den Baldhamer Marktplatz attraktiver zu machen und mit Leben zu füllen: Bauen wir doch einen Spielplatz in die Mitte des Platzes! Dann könnten Kinder herumtollen und die Eltern ganz entspannt in den Cafés und Restaurants drum herum den Tag genießen. Die Idee kam meiner Frau und mir im Winterurlaub auf den Kanaren – da gibt es einige Plazas, die so gestaltet sind. Für Familien einfach großartig!“ (Foto: KI generiert)
Bürgermeister-Kandidatin Sonja Kiran (Freie Wähler): „Ich bin überzeugt, dass ein See eine echte Bereicherung für unsere Gemeinde wäre und bei uns fehlt. Mein Bild zeigt die Vision eines modernen, naturnahen Badesees in Vaterstetten als lebendigen Treffpunkt für alle Generationen. Stand-up-Paddling, Schwimminseln, Beachvolleyball, Tischtennis und Yoga sind Beispiele für vielfältige Bewegungsangebote, während ein kleiner Biergarten, Picknickbereiche mit Sonnensegeln, Hängematten und Lichterketten eine einladende und entspannte Atmosphäre schaffen. Ich möchte mich für einen Ort einsetzen, der Gemeinschaft, Freizeitqualität und echtes Urlaubsgefühl direkt vor der Haustür verbindet.“ (Foto: KI generiert)
Maria Wirnitzer, Bürgermeister-Kandidatin (SPD) und 2. Bürgermeisterin: „Ich wünsche mir eine schöne Ortsmitte in Vaterstetten mit einem Platz, an dem man gerne verweilt – mit Bäumen, Sitzbänken und einem kleinen Wasserspiel statt Durchgangsverkehr. Ein Bürgerhaus mit integrierter Gemeindebücherei, Lesecafé und Raum für Kulturveranstaltungen und Vereine. Wir sollten ein Konzept entwickeln, das sicher nicht auf einmal, aber Schritt für Schritt umgesetzt werden kann. Leider hatte der amtierende Bürgermeister hierfür bislang keine Interesse. Ich bin überzeugt: Zwischen Kirche, Rathaus und Feld kann so ein Ort der Begegnung für alle Generationen entstehen.” (Foto: KI generiert)
Bürgermeister-Kandidat (Grüne) und Gemeinderat David Göhler: „Mit einem Share-Space-Konzept, bei dem die Fahrbahn verengt und mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer geschaffen wird, entsteht ein Bereich, mit dem mehr Leben auf die Straße kommt, alle mehr aufeinander achten, der Verkehr gut, aber langsam fließt und mehr Aufenthaltsqualität entsteht. Alle Städte und Gemeinde, die sowas schon eingeführt haben, sind damit hochzufrieden. Das wäre eine gute Lösung für die Bahnhof- und Wendelsteinstraße.“ (Foto: KI generiert)
Bürgermeister Leonhard Spitzauer (CSU): „Unsere Gemeinde braucht ein echtes Herz. Rund um das Rathaus will ich eine neue Ortsmitte schaffen – mit einem modernen Rathaus, lebendigen Plätzen, Gastronomie, Geschäften, Ärzten, Büros und Wohnungen. Ein Ort, an dem man sich trifft, bleibt und gerne lebt – das neue Zentrum für Vaterstetten. Hierzu gibt es schon eine gute Grundlagenermittlung, das Projekt ist nur leider die letzten Jahre zu kurz gekommen.“ (Illustration KI generiert)
Felix Edelmann, Grünen-Gemeinderat: “Es muss nicht immer das Silicon Valley sein, manchmal reicht schon der Blick nach Grafing: Dort ist das Start-up Inyo Mobility tätig (siehe „Ein autonomes E-Taxi für kurze Wege“, Süddeutsche Zeitung, 25. Februar 2026), welches selbstfahrende E-Taxis entwickelt. Unsere aktuellen Buslinien werden zwar vergleichsweise gut angenommen, aber sind durch den festen Fahrplan ziemlich unflexibel und daher für einige Menschen nicht besonders attraktiv. Außerdem mussten wir in den letzten Jahren immer wieder Fahrten reduzieren, weil es am Busfahrerpersonal mangelt. Mit den autonomen Fahrzeugen aus Grafing hätten wir diese Probleme nicht, und könnten unser Nahverkehrsangebot deutlich attraktiver machen. Flexibel, komfortabel, leise, emissionsfrei. Das ist die Zukunft!” (Foto: KI generiert)
Florian Edelmann, Grünen-Gemeinderatskandidat: “Die Maibaum-Kreuzung in Vaterstetten wird in nahezu jeder Bürgerversammlung negativ erwähnt: Sie ist groß, schlecht einsehbar und die Autos fahren dort viel zu schnell in den Ort hinein. Daher möchte ich mich dort für einen Kreisverkehr einsetzen, der die Situation für alle Verkehrsteilnehmer:innen übersichtlicher und sicherer macht. Autos auf der Dorfstraße müssen mehr herunterbremsen, gleichzeitig müssen aber Autos und Radl aus Fasanen- und Carl-Orff-Straße nicht mehr so lange an der Kreuzung stehen und warten. Außerdem wird die Querung für Fußgänger:innen durch Zebrastreifen auf allen Seiten erleichtert.” (Foto: KI generiert)
Die Liste muss an dieser Stelle nicht enden: Gerne sind alle Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat aufgerufen uns jeweils eine konkrete Idee zu mailen an: markus@b304.de