Cybertruck bei Vaterstetten gestoppt

von Markus Bistrick

Ein Elektro-Koloss mit polnischem Kennzeichen – auf der A99 bei Vaterstetten war für den  schwedischer Fahrer die Reise beendet. In den frühen Morgenstunden des heutigen Sonntags (25. Oktober) hat die Autobahnpolizei einen Tesla Cybertruck aus dem Verkehr gezogen. Der Grund: Der Fahrer durfte den futuristischen Pick-up gar nicht fahren.

Das ist der Cybertruck, den die Verkehrspolizeiinspektion Hohenbrunn heute auf der A99 bei Vaterstetten aus dem Verkehr gezogen hat. Die schwarzen Balken wurden über das Pressefoto gelegt, um es nicht identifizierbar zu machen. (Foto: Verkehrspolizeiinspektion Hohenbrunn)

Bei einer Kontrolle stellten Beamte der Verkehrspolizei Hohenbrunn fest, dass der 50-jährige Schwede nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis verfügte. Denn der Cybertruck bringt es auf ein zulässiges Gesamtgewicht von stolzen 4,2 Tonnen. Zum Vergleich: Mit einem normalen Pkw-Führerschein der Klasse B darf man grundsätzlich nur Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen steuern. Die Polizei untersagte dem Mann die Weiterfahrt.

In Deutschland nicht zulassungsfähig

Doch nicht nur beim Führerschein gibt es mit dem Cybertruck Probleme. Der elektrisch angetriebene Pick-up von Tesla ist in Deutschland gar nicht regulär zulassungsfähig. Grund dafür ist vor allem seine ungewöhnliche Karosserie aus massivem Edelstahl. Die scharfen Kanten und die kaum nachgebende Außenhaut entsprechen nicht den europäischen Sicherheitsvorschriften, insbesondere beim Schutz von Fußgängern und Radfahrern. Eine EU-Typgenehmigung besitzt der Cybertruck deshalb nicht.

In Polen sind allerdings Einzelzulassungen möglich – so kam auch das kontrollierte Fahrzeug zu seinem Kennzeichen.

Mit 5,68 Metern Länge und 2,41 Metern Breite inklusive Außenspiegeln ist der Cybertruck kaum zu übersehen. Seit Ende 2023 wird der kantige Elektro-Pick-up in den USA verkauft. Dort kostet er aktuell zwischen rund 75.000 und 100.000 US-Dollar.