Haarriss sorgt für zweistündigen Blackout!

von Markus Bistrick

Bis zu zwei Stunden waren Donnerstagabend ab etwa 22 Uhr insgesamt rund 12.000 Haushalte in den Gemeinden Zorneding, Grasbrunn und Vaterstetten ohne Strom. Der Grund: Durch einen Haarriss im Stromverbindungskabel zwischen Vaterstetten und Zorneding war Feuchtigkeit eingedrungen und hatte für einen Kurzschluss gesorgt. Dadurch wurde auch ein Trafo im Vaterstettener Umspannwerk beschädigt. Derzeit sind die Techniker von “Bayernwerk” damit beschäftigt, die Fehlerstelle exakt zu orten und den Schaden zu beheben. Kein leichtes Unterfangen, da die Kabel unterirdisch verlegt sind.

“Ich habe meine Freundin ans Fenster geholt, weil es so laut gebrummt hat. Hat sich wie ein lauter Transformator angehört. Kurz darauf war es hell und es hat gekracht. Dann war es dunkel!” So beschreibt ein Anwohner des Gustav-Mahler-Wegs in Baldham seine Beobachtungen Donnerstagabend (27.02.). Gegen 22 Uhr war es in den Gemeinden Grasbrunn, Vaterstetten und Zorneding stockdunkel – selbst Ampelanlagen und Handyfunkmasten fielen aus. Die Ursache war ein sogenannter Erdschluss beim Verbindungskabel zwischen Vaterstetten und Zorneding. Also eine unerwünschte leitende Verbindung eines Spannung führenden Teils mit der Erdung. Anders ausgedrückt: Durch einen Haarriss in dem Kabel war Feuchtigkeit eingedrungen und hatte zu einem Kurzschluss geführt. Infolgedessen wurde auch ein Netztrafo im Umspannwerk Vaterstetten – das befindet sich beim Philipp-Maas-Weg – in der Nähe der TSV-Turnhalle beschädigt. Das erklärt auch, warum nicht nur die Haushalte in der Gemeinde Zorneding, sondern auch in Vaterstetten und Grasbrunn betroffen waren.

Der Stromausfall in den Gemeinden Grasbrunn und Vaterstetten konnte relativ schnell, nach etwa 7 Minuten durch das Umschalten des Stroms von dem beschädigten Trafo auf einen zweiten Trafo behoben werden. Die Zornedinger dagegen saßen noch länger im Dunkeln, denn dort galt es die Fehlerstelle des Kabels zu lokalisieren. Rund zwei Stunden haben die Elektriker dafür gebraucht, dann wurde der Strom an der Fehlerstelle umgeleitet.

Seit heute Früh (28.02.) sind nun die Techniker der Bayernwerk AG vor Ort im Einsatz, um den Defekt exakt zu orten. “Wir rechnen damit, dass wir den Haarriss noch heute finden und dann auch sofort mit den Grabungen und dem Austausch des Kabels beginnen können”, sagte Maximilian Zängl, Pressesprecher der Bayernwerk AG, die als größter regionaler Netzbetreiber in Bayern die Energieversorgung in weiten Teilen des Freistaats sichert, auf B304.de-Anfrage.

 

Ein seltenes Bild: Die stockfinstere Rosenhofkreuzung. Sogar die Ampel fiel hier aus... Bild: B304/Leon Öttl
Ein seltenes Bild: Die stockfinstere Rosenhofkreuzung. Sogar die Ampel fiel hier aus… Bild: B304/Leon Öttl
... 50m weiter funktionierte der Strom bereits wieder. Bild: B304/Leon Öttl
… 50m weiter funktionierte der Strom bereits wieder. Bild: B304/Leon Öttl
Hier im Umspannwerk soll es laut Angaben der Feuerwehr zu einer leichten Rauchentwicklung und einem Funkenüberschlag gekommen sein. Bild: Leon Öttl/B304
Hier im Umspannwerk soll es laut Angaben der Feuerwehr zu einer leichten Rauchentwicklung und einem Funkenüberschlag gekommen sein. Bild: Leon Öttl/B304