Ende Januar ist es soweit – in Haar werden insgesamt 16 Altkleider-Container abgebaut. Künftig können ausrangierte Kleidungsstücke, Schuhe & Co. somit nur noch am Wertstoffhof in der Keferloher Straße abgegeben werden. Ob die Container bei den Kirchen oder beim Edeka in der Leibstraße ebenfalls abgebaut werden, ist der Stadtverwaltung nicht bekannt, da sich diese auf Privatgrund befinden.
Auch in Vaterstetten reduzieren sich die Abgabestellen für Altkleider. Seit Jahresbeginn sind auch hier Container der Diakonia im Einsatz. Jedoch wird bzw. wurde nicht an allen bisherigen Standorten auch wieder ein Container aufgestellt – Diakonia will bei Bedarf aufstocken bzw. wenig genutzte Container ggf. wieder abbauen.
Hintergrund ist, dass der Markt für Altkleider in den letzten Jahren massiv eingebrochen ist, weil die Qualität der Kleidung durch so genannte “Fast Fashion” sinkt, während bei den verwertenden Firmen gleichzeitig die Kosten aufgrund von Fehlwürfen steigen. Zugleich sind die Absatzmärkte in Afrika und Russland weggefallen. Das macht das Sammeln von Altkleidern immer unwirtschaftlicher.
Doch wohin dann mit den Altkleidern? Allein in Haar fallen jährlich 130 Tonnen an. Fakt ist: In den Restmüll dürfen sie auf keinen Fall. Seit dem 1. Januar 2025 verpflichtet eine EU-Richtlinie zur getrennten Sammlung von Alttextilien, um die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Das bedeutet, Kleidung, Stoffreste, Heimtextilien, Handtücher, Gardinen etc. müssen über Sammelstellen entsorgt werden.
