Ein Großeinsatz der Münchner Polizei hat heute Mittag in Vaterstetten für Aufsehen gesorgt. In Maibaum-Nähe waren, wie B304.de exklusiv erfahren hat, zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort. Neben uniformierten Polizeibeamten und mehreren zivilen Fahrzeugen war auch ein Sondereinsatzkommando im Einsatz.
Während der Maßnahmen war ein lauter Knall zu hören. „Zu den Einzelheiten der polizeilichen Maßnahmen kann ich keine Angaben machen“, teilt uns die Staatsanwaltschaft München I dazu mit. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge und zivile Polizeiautos säumten die Carl-Orff-Straße.
Auf B304.de-Nachfrage teilt die Staatsanwaltschaft München I mit, dass die Behörde und das Kommissariat 33 ein Ermittlungsverfahren gegen sechs türkische Staatsangehörige im Alter zwischen 23 und 54 Jahren führen. Gegen die Beschuldigten besteht nach derzeitigem Ermittlungsstand der Verdacht, sich zu einem Mord verabredet zu haben.
Im Zuge des Verfahrens wurden im Laufe des Tages mehrere Privatwohnungen, Geschäftsräume und Fahrzeuge durchsucht. Die Maßnahmen fanden in München, im Landkreis Fürstenfeldbruck, in Vaterstetten sowie in Bremen statt.
Die Staatsanwaltschaft betont, dass die Inhaber der durchsuchten Geschäftsräume nicht als Beschuldigte geführt werden. Bei diesen Maßnahmen habe es sich um sogenannte Durchsuchungen bei Dritten gehandelt. Die Ermittler stellten zahlreiche Beweismittel sicher, darunter insbesondere Mobiltelefone.
In Vaterstetten wurde unter anderem auch eine schwarze Limousine durchsucht. Dabei kamen Polizeihunde zum Einsatz. Eine Gefahr für Anwohner oder unbeteiligte Personen habe während der Maßnahmen nicht bestanden.
Im Rahmen des Einsatzes wurden mehrere Personen vorläufig festgenommen. Sie wurden laut Staatsanwaltschaft anschließend wieder entlassen.
Die Ermittlungen stehen nach Angaben der Behörde noch am Anfang. In den kommenden Wochen sollen insbesondere die sichergestellten Beweismittel ausgewertet werden.
Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.



