„April, April!”: Am heutigen Tag heißt es wieder vorsichtig und nicht zu leichtgläubig sein, denn am ersten April versuchen schon längst nicht mehr nur Freunde und Familienmitglieder, sich gegenseitig reinzulegen. Heuer besonders kreativ sind die Freiwilligen Feuerwehren.
So heißt es auf dem Insta-Kanal der Feuerwehr Haar: „Die Feuerwehr Haar macht Ihrem Namen alle Ehre: Wir bringen unsere erste eigene Haarpflege-Serie heraus! Nach monatelanger Testphase können wir die Neuigkeiten endlich mit Euch teilen! Ob für zuhause, nach dem Sport oder einfach für den extra Frischekick – mit unserem Set seid ihr immer einsatzbereit. Unser Produktpaket aus Shampoo, Spülung und Duschgel gibt es in einer limitierten Auflage von 112 Stück – daher gilt: schnell sein lohnt sich! NUR SOLANGE DER VORRAT REICHT!“
Und die Feuerwehr Grasbrunn bietet einen „neuen Bürgerservice“. Sie schreibt am heutigen 1. April: „Ab sofort fahren wir – außerhalb der Einsätze – von Montag bis Sonntag 9 – 22 Uhr Essensbestellungen aus. Mit Grasbrunn Eats bieten wir unseren Bürgern als Feuerwehr einen zusätzlichen sozialen Mehrwert, so Johannes Bußjäger und Armin Schmidt, die Kommandanten.“
Doch woher kommt eigentlich der Brauch, jemanden am ersten April reinlegen zu wollen?
Ganz sicher lässt sich nicht sagen, wo genau die Aprilscherze ihren Ursprung haben. Fest steht, dass es den Brauch schon sehr lange in Deutschland gibt. „Jemanden in den April schicken“ soll zum ersten Mal 1618 in Bayern schriftlich festgehalten worden sein.
Die wahrscheinlichste Erklärung für die Entstehung des April-Scherze-Brauches stammt aus Frankreich. Dort hatte König Karl IX. 1564 den julianischen durch den gregorianischen Kalender ersetzt und eigenmächtig den Neujahrstag vom ersten April auf den ersten Januar gelegt. Da es zu dieser Zeit weder Zeitungen noch Nachrichtensendungen gab, bekamen allerdings die meisten Franzosen nichts von der Kalenderreform mit, weshalb es sich einige zum Spaß machten, Einladungen zu Neujahrsfesten am ersten April zu verschicken. Nicht wenige folgten den Einladungen, nur um später festzustellen, dass sie einem Streich aufgesessen waren.
Egal wie: Heute ist allerorten Vorsicht geboten!
