Großer Sport, starke Organisation

von b304

Unter großem Einsatz von vielen Helfern bei der Vorbereitung und Durchführung hat die Leichtathletikabteilung des TSV Vaterstetten am vergangenen Wochenende die Oberbayerische Meisterschaft der U14 gemeistert – Eine Großveranstaltung im eigenen Stadion ohne nennenswerte Probleme!

Dabei war es gewiss keine leichte Aufgabe: Wenn mehr als 50 Vereine mehr als 350 Athleten zum Wettkampf nach Vaterstetten schicken und mehr als 40 Wettbewerbe angesetzt sind, dann kommt auf die Organisatoren einiges zu. Dass eine solche Großveranstaltung dann von früh bis spät ohne nennenswerte Pannen über die Bühne geht, darf dann ruhig einmal lobend erwähnt werden.

„Es lief wie am Schnürchen“, sagt Sebastian Aumüller, der bei vielen Veranstaltungen im Auftrag des Bayerischen Leichtathletik-Verbands (BLV) für den Wettkampfablauf und die Zeitmessung hinter den Kulissen zuständig ist und somit schon viel erlebt hat. Trotz der vielen Teilnehmer und eines engen Zeitplans „lief es so, wie es laufen sollte“, ergänzt er.

Gespannt lauschen die Teilnehmerinnen beim Hochsprung den Erklärungen der Kampfrichter vor dem Wettkampfbeginn. (Foto: Florian Schmidbauer)

Veranstalter der Meisterschaft für die Jahrgänge 2013 und 2014 war zwar der BLV-Bezirk Oberbayern, ausgerichtet wurde das Ganze aber vom TSV Vaterstetten zusammen mit dem TSV Forstenried. Mehr als 40 eigene Helfer und Kampfrichter steuerte der TSV Vaterstetten auf seinem heimischen Stadiongelände zum Gelingen bei – und damit sind die fleißigen Damen und Herren, die beim Essen- und Getränkeverkauf jede Menge zu tun hatten, gar nicht eingerechnet.

Was war geboten?

Für die Jungs und Mädels der Altersklassen M12 und M13 wurden jeweils neun Einzeldisziplinen angeboten – drei Laufdistanzen (75 m, 800 m, 60 m Hürden), drei Sprungwettbewerbe (Hochsprung, Weitsprung, Stabhochsprung) und drei Wurfdisziplinen (Kugelstoß, Diskuswurf, Speerwurf). Dazu kam noch je ein Staffelwettbewerb über 4×75 m. Die große Bandbreite an Disziplinen führte dazu, dass im weiten Rund des Stadions immer irgendwo etwas los war: vor der Tribüne wurde gesprintet, auf der linken Seite war der Weitsprung, auf der rechten Seite parallel Hochsprung und Diskuswurf und gleich dahinter auf dem Nebenplatz fand der Kugelstoß statt – vieles davon zeitgleich. Außerhalb dieser Bezirksmeisterschaft gab es noch eine Handvoll Rahmenbewerbe für die Altersklassen U12, U18 sowie M/F.

Die hohen Zahlen an Meldungen gerade für den Weitsprung führten dazu, dass bei drei der vier Weitsprungwettbewerbe das Teilnehmerfeld in zwei Gruppen aufgeteilt wurde und die Athleten somit parallel springen mussten. Hätten alle Teilnehmer klassischerweise hintereinander springen müssen, wäre der Zeitplan nicht einzuhalten gewesen. Glücklicherweise sind sich die Sportler beim gleichzeitigen Springen nebeneinander nur selten in die Quere gekommen – ein großer Verdienst der dort eingesetzten Kampfrichter und Helfer.

(Foto: Florian Schmidbauer)

Ein einziges Mal musste dann doch im Lauf des Tages der Zeitplan angepasst und eine Disziplin um eine halbe Stunde nach vorne verlegt werden, um eine zeitliche Kollision mit einer anderen Disziplin zu verhindern. Doch auch diese Veränderung stellte die Beteiligten vor keine großen Probleme und wurde von allen gemeistert.

Wo hat´s gehakt?

Clara Döhren, Luisa Horn und Amelie Schmidbauer (v.l.) neben ihrer Trainerin Rahel Vogt (Foto: Florian Schmidbauer)

Wenn man überhaupt etwas finden will, was nicht ganz so rund lief, dann betrifft das die Siegerehrungen. Leider konnten in vielen Fällen die aufgerufenen Athleten nicht zur Siegerehrung erscheinen und ihre Urkunde und/oder Medaille abholen, weil sie just in diesem Moment eine andere Disziplin absolvierten. Die lokale Prominenz, die die Ehrungen durchführte – Maria Wirnitzer (1. Bürgermeisterin von Vaterstetten), Maximilian Mack (2. Bürgermeister des Vaterstetten) und Helmut Schlund (langjähriger Vorstand vom TSV Vaterstetten) –, wartete dann ebenso wie das Siegerehrungsteam vom TSV Vaterstetten leider vergeblich auf die Sportler.

Aber wie will man es in einem solchen Fall allen Recht machen? Oft genug gibt es bei Leichtathletik-Wettkämpfen Beschwerden, dass es ewig dauere, bis die Siegerehrungen stattfinden. Und wenn es dann wie in Vaterstetten gelingt, die Ehrungen relativ zeitnah nach Abschluss der einzelnen Disziplinen durchzuführen, ist es wiederum auch nicht recht.

Luca Kalbreier (r, hier über 60 m Hürden) holte mit Platz 2 im Hochsprung der W13 die beste Platzierung für den TSV Vaterstetten. (Foto: Florian Schmidbauer)

Wie schnitt der TSV Vaterstetten ab?

Für den TSV V waren 4 Jungs in der M12/13 und 14 Mädels in der W12/13 am Start.
Zwei von ihnen kamen aufs Siegerpodest:

  • Luca Kalbreier (W13), Hochsprung, 2. Platz mit 1,45 m
  • Tara Kreckova (W13), 800 m, 3. Platz mit 2:30,06 Min.

Weitere Platzierungen unter den Top 6:

  • Laetitia Tenschert (W12), Kugelstoß, 4. Platz mit 7,69 m
  • Clara Döhren (W12), Weitsprung, 5. Platz mit 4,22 m
  • Luca Kalbreier (W13), 60 m Hürden, 5. Platz mit 10,42 Sek.
  • Lilli Habenschaden (W12), Hochsprung, 6. Platz mit 1,35 m
  • Simon Ahrens (M12), 800 m, 6. Platz mit 2:45,23 Min.
  • Maurice Greulich, Dimitrii Dudin, Simon Ahrens, Alexander Winkler (U14), 4×75 m, 5. Platz mit 44,33 Sek.

Ausblick:
Nächster Leichtathletik-Wettkampf in Vaterstetten: Am 6. Mai 2027 wird der 7. Laufabend Vaterstetten stattfinden.