Stockschützen verteidigen den Wanderpokal

von b304

Bei hochsommerlichen Temperaturen war bei der Harthauser Dorfmeisterschaft im Stockschießen am heutigen Samstag (20. Juni) nicht nur Treffsicherheit, sondern auch ausreichend Flüssigkeitszufuhr gefragt. Am Ende wurde der gastgebende Stockschützenverein seiner Favoritenrolle gerecht und verteidigte wie bereits im Vorjahr den Wanderpokal.

Ein Selbstläufer war der Erfolg jedoch nicht. Acht Mannschaften lieferten sich über sechs Stunden hinweg spannende Wettkämpfe. Nach insgesamt 48 Partien lagen die Stockschützen, der Stopselclub und der Heimatkreis mit jeweils 10:4 Punkten gleichauf. Den Ausschlag für den Turniersieg gab schließlich die bessere Stockdifferenz.

Der Bürgermeister bei seinem ersten Schub (Foto: Wolfgang Mende)

Auch die ungeübten Teilnehmer zeigten ansprechende Leistungen und sorgten mit unterschiedlichen Wurftechniken für manche Überraschung. Häufig musste der Schiedsrichter mit dem Maßband entscheiden, welcher Stock näher an der Daube lag. Bürgermeister Sebastian Stüwe verstärkte während des Turniers die Mannschaft der Stockschützen und schlug sich bei seinem ersten Einsatz beachtlich. Ältester Teilnehmer war Georg Grabmeier (89), der den Verein von 1979 bis 2018 als Vorstand geführt hatte.

Der älteste Teilnehmer Georg Grabmeier. Immer noch treffsicher. (Foto: Wolfgang Mende)

Für einen kurzen Schreckmoment sorgte ein medizinischer Zwischenfall, bei dem die First Responder Harthausen schnell und professionell Hilfe leisteten. Bei der Siegerehrung nahm Maximilian Mende die Rote Laterne für den Burschenverein mit Humor: „Wir waren vielleicht nicht die Besten, aber bestimmt die Lustigsten.“

Lob gab es für die Organisation durch Vorstand Norbert Rademacher und sein Team. Für Verpflegung war bestens gesorgt, Wartezeiten gab es keine. Gleichzeitig nutzte der Verein die Dorfmeisterschaft, um für neue Mitglieder zu werben. Besonders die Gründung einer Jugendmannschaft liegt Rademacher am Herzen. Herausforderungen sieht er vor allem in den hohen Anschaffungskosten der Sportgeräte: Ein Jugendstock kostet rund 350 Euro, für den Spielbetrieb werden sechs benötigt.

Diskussionsbedarf besteht noch beim Modus des 2019 gestifteten Wanderpokals. Unklar ist, ob dieser nach fünf Austragungen oder erst nach drei aufeinanderfolgenden Siegen dauerhaft in den Besitz eines Vereins übergeht. Bürgermeister Stüwe sagte zu, nach Klärung der Regelung gegebenenfalls einen neuen Wanderpokal zu stiften.

Pokalübergabe an den Sieger (v.l.) Bürgermeister Sebastian Stüwe, Klaus Rojt, Vorstand Norbert Rademacher, Christian Schmid, Stefan Humplmair. (Foto: Wolfgang Mende)

Endstand:

  1. Stockschützen (10:4 Punkte)
  2. Stopselclub (10:4)
  3. Heimatkreis (10:4)
  4. Krieger- und Soldatenkameradschaft (9:5)
  5. Feuerwehr (8:6)
  6. Dorftheater (4:10)
  7. Schützenverein Frohsinn (4:10)
  8. Burschenverein (1:13)