Spitzauer rechtfertigt sich

von b304

Wie berichtet hat Vaterstettens Bürgermeister Leonhard Spitzauer (CSU) am Abend seiner Abwahl vor Ende der Auszählung das Rathaus sichtlich enttäuscht verlassen – noch vor Eintreffen der Wahlgewinnerin Maria Wirnitzer (SPD). Kein obligatorisches Shake Hands, kein gemeinsames Foto. Seitdem hat Spitzauer das Rathaus nicht mehr betreten – er weilt im Urlaub, was auch bei unseren Lesern teilweise für Irritationen gesorgt hat. Deshalb meldet sich der Noch-Amtsinhaber jetzt mit einer Stellungnahme zurück, die wir wörtlich veröffentlichen:

Meine Amtszeit endet formal am 30. April 2026. Ich habe unmittelbar nach der Wahl meinen rechtmäßig zustehenden Resturlaub angetreten — 33 Tage (50 Tage gesamt, davon 20 Tage Resturlaub aus 2025), die sich über die verbleibende Amtszeit verteilen. Als Beamter kann mir dieser Urlaub weder ausgezahlt werden, noch ist eine Mitnahme über das Ende meiner Amtszeit hinaus möglich. Die Inanspruchnahme ist damit keine Frage des Ermessens, sondern eine dienstrechtliche Notwendigkeit.

Gemäß Gemeindeordnung gibt es eine ordentliche Stellvertreterregelung, zudem haben wir in Vaterstetten eine hervorragend funktionierende Gemeindeverwaltung.

Ich verstehe, dass das plötzliche Ende einer sichtbaren Amtszeit Fragen aufwirft. Umso wichtiger ist mir diese Klarstellung: Die Gemeinde Vaterstetten ist handlungsfähig und die Verwaltung arbeitet reibungslos.

Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die mich in meiner Amtszeit begleitet und unterstützt haben, von Herzen.

Mit freundlichen Grüßen

Leonhard Spitzauer