Haar investiert 1,7 Millionen Euro in die Modernisierung der Sportanlage an der Vockestraße– künftig gibt es dort nicht nur Fußball, sondern für die Allgemeinheit auch eine Boulderwand, Calisthenics und ein frei zugängliches Mini-Soccer-Feld.
Es tut sich bereits etwas an der Sportanlage an der Vockestraße: Die Tartanbahn ist schon verschwunden, erste Maschinen sind angerollt. Am Freitag, 18. September, wurde nun auch offiziell der Startschuss für die umfassende Sanierung gegeben. Mit einem gemeinsamen Spatenstich beginnt der Umbau der traditionsreichen Sportanlage, die künftig deutlich mehr sein soll als ein Ort für Schul- und Vereinssport.
„Ich bin wirklich froh, dass es jetzt endlich soweit ist“, betont Haars Erster Bürgermeister Dr. Andreas Bukowski beim Spatenstich. Die ersten Überlegungen für die Neugestaltung reichen schließlich bis ins Jahr 2020 zurück, seit 2021 seien die notwendigen Mittel im städtischen Haushalt eingeplant. Bei der Förderung habe es allerdings einige Hürden gegeben.

Doch seit Anfang des Monats geht es nun voran: Der große Rasenplatz, der bereits in den 1950er-Jahren angelegt wurde, bleibt das Herzstück der Anlage. Er wird grundlegend saniert und erhält an der südlichen Stirnseite ein zusätzliches Kunstrasenfeld für die E-Jugend. Das wetterfeste Spielfeld kann auch in den Wintermonaten genutzt werden und soll damit den Trainingsbetrieb der Vereine entlasten. Neben dem bereits bestehenden Kunstrasenfeld im Sportpark entsteht so ein zweites ganzjährig nutzbares Soccer-Angebot in Haar.
Doch vor allem außerhalb des klassischen Vereinssports verändert sich das Gesicht der Anlage. Wo früher die Tartanbahn zum Laufen genutzt wurde, entsteht im nördlichen Bereich ein frei zugänglicher Bewegungsbereich. Eine Calisthenics-Anlage mit Klimmzugstangen, Hangelleitern und Parallelbarren soll Training mit dem eigenen Körpergewicht ermöglichen. Direkt daneben ist eine Boulderwand vorgesehen.

Hinzu kommt ein weiteres Angebot: ein Mini-Soccer-Feld, das ebenfalls dauerhaft öffentlich zugänglich sein soll. Dort kann Fußball gespielt werden; zusätzlich sind Basketballkörbe vorgesehen. Damit richtet sich das neue Bewegungsareal ausdrücklich nicht nur an organisierte Sportlerinnen und Sportler, sondern auch an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die spontan und ohne Vereinsbindung Sport treiben möchten. „Diese Sportanlage soll künftig eine Anlage für die Allgemeinheit werden“, erklärt Bukowski. Besonders das frei zugängliche Angebot für junge Menschen sei mehrfach gewünscht worden.
Auch die Infrastruktur rund um den Sportplatz wird erneuert. Geplant sind eine überdachte Tribüne, barrierefreie Umkleiden und zusätzliche Lagerflächen. Ballfangnetze und ein Erdwall sollen für mehr Sicherheit und Komfort sorgen. Gleichzeitig spielt die Energieversorgung eine wichtige Rolle: Eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher soll künftig einen möglichst großen Teil des Energiebedarfs der Anlage abdecken und sie weitgehend energieautark machen.
Die Stadt Haar investiert rund 1,7 Millionen Euro in das Projekt, das bereits im Juni 2027 fertig gestellt sein soll. Unterstützt wird die Maßnahme durch Fördermittel von Bund und Land in Höhe von 695.000 Euro aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten.

