Ein gesunder Schlafkomfort sorgt nicht nur für ein frisches und waches Gefühl am Morgen. Mit einer klugen Auswahl der Matratze und Bettwäsche lässt sich die körperliche Entspannung über die Nachtstunden zusätzlich aktiv fördern und sogar Beschwerden wie Rückenschmerzen vorbeugen. Wer beim Matratzenkauf mit den verschiedenen Härtegraden von Matratzen und seinen individuellen Bedürfnissen vertraut ist, leistet den wichtigsten Beitrag für wirklich erholsame Nächte.
Wie die Härte der Matratze den Schlaf beeinflusst
Echte Erholung während des Schlafes kann nur eintreten, wenn der Körper von Kopf bis Fuß entspannen kann. Hierfür ist ein abgestimmter Gegendruck der Matratze notwendig, da ansonsten Teile der Muskulatur über die Nachtstunden hinweg für einen Ausgleich des fehlenden Halts durch die Matratze sorgen müssen und so nicht zur Ruhe kommen. Dabei ist nicht jede Matratze gleichermaßen für jeden Menschen geeignet – Körpergröße und Gewicht spielen ein.
Auf dem Matratzenmarkt haben sich die Härtegrade H2 bis H5 durchgesetzt. Anhand von Tabellen lässt sich die persönliche Eignung eines Härtegrades abhängig von der Körpergröße und dem Gewicht ermitteln. Doch nicht immer sollte blind nach Tabelle eingekauft werden. Es gibt Gründe, sich für die Wahl einer geeigneten H4 Matratze oder H5 Matratze beraten zu lassen und individuelle Vorlieben in Auswahl und Kauf einfließen zu lassen.
Das eigene Körpergefühl als entscheidender Faktor
Pauschal gilt: Je höher das Körpergewicht einer Person, desto höher sollte auch der Härtegrad sein. Hierdurch wird verhindert, dass die Matratze unter der höheren Gewichtsbelastung „durchhängt“ und der Körper über die Nachtstunden hinweg nicht in einer orthopädisch gesunden und neutralen Form erholen kann. Für Menschen mit einem geringeren Körpergewicht ist es dagegen nicht ausgeschlossen, sich bewusst für eine härtere Matratze zu entscheiden, selbst wenn diese aus orthopädischer Sicht nicht nötig wäre.
Hier kommt es vor allem auf das eigene Empfinden und persönliche Vorlieben an, wie hart die Unterlage für den Schlaf sein sollte. Manche Menschen liegen lieber weich, während für andere der Untergrund beim Schlafen nicht hart genug sein kann. Oft zeigt sich dies nach einem Urlaub in einem Hotelbett mit durchgelegener Matratze, die zu Rückenbeschwerden führt.
Das Gefühl der Druckentlastung entscheidet und kann nicht allein über das Körpergewicht ermittelt werden. So können zwei Menschen mit dem gleichen Gewicht einen völlig anderen Körperbau mitbringen, vom athletischen Spitzensportler bis zum Genießer mit Übergewicht. Ein Probeliegen über ein bis zwei Wochen hinweg ist daher ratsam, ob der auf den ersten Blick geeignete Härtegrad wirklich dem eigenen Schlafempfinden genügt.
Matratzenvarianten unabhängig vom Härtegrad testen
Die Bezeichnung als H3 oder H4 Matratze sagt noch nichts über das Material und den Aufbau der Matratze aus. Hier bieten Hersteller und Fachhändler eine breite Auswahl, die Ergänzung zur gewünschten Härte den Liegekomfort und das Schlafempfinden positiv beeinflussen möchten.
Federkern- und Schaumstoffmatratzen sind beide in allen gängigen Härtegraden erhältlich, auch als Memory-Schaum-Matratze mit einer sich individuell anpassenden Körperform. Verschiedene Zonen einer Hybrid- oder Federkernmatratze sorgen für eine unterschiedlich starke Unterstützung des liegenden Körpers, abhängig vom Gewicht der einzelnen Körperteile. So benötigt beispielsweise der Torso einen stärkeren Gegendruck als Kopf, Arme oder Beine.
Richtig auf körperliche Beschwerden eingehen
Was für den Normalbürger bereits einen wertvollen Beitrag zum erholsamen Schlafen leistet, ist für Menschen mit körperlichen Einschränkungen und Beschwerden umso wichtiger. Hier ist neben einer gehobenen Härte der Matratze die exakte Anpassung an die eigene Körperform noch wichtiger, um Schmerzen und Fehlverhalten während des Schlafens vorzubeugen.
In diesen Fällen empfiehlt sich eine Matratze aus Memory-Schaum bzw. Visco-Schaum, die eine millimetergenaue Anpassung an den jeweiligen Körper ermöglicht. Rücken- und Gelenkbeschwerden können so oft deutlich gelindert werden und ein Liegegefühl entsteht, das sich im Idealfall wie ein Schweben anfühlt.
Wie beim Härtegrad gilt auch für Form und Material der Matratze: Ein Probeliegen über mehrere Nächte hinweg ist unerlässlich, um die passende Lösung für das eigene Beschwerdebild zu finden. Kundenfreundliche Händler gehen hierauf mit der Möglichkeit des Probeschlafens ein, ergänzt um weitere Services wie die kostenfreie Lieferung oder eine langjährige Garantie.
Ebenfalls unerlässlich: die richtige Bettwäsche
Die Matratze mit einem abgestimmten Härtegrad ist das Herzstück für ein erholsames Schlaferlebnis. Kissen, Bettdecke und Auflagen sollten in ihrer Wirkung jedoch nicht unterschätzt werden. So kann beispielsweise mit einem weichen, eventuell allergikerfreundlichen Topper sichergestellt werden, dass bei aller Härte der Matratze ein kuscheliges, weiches Liegegefühl erhalten bleibt.
Die Decken und Bezüge sollten auf die jeweilige Jahreszeit abgestimmt sein – schließlich können auch Frieren oder Schwitzen für eine Unterbrechung der Nachtruhe sorgen. Bei einem empfindlichen, schnell schmerzenden Körper empfiehlt sich ein geringes Eigengewicht der Bettwäsche.