Sammeln und Helfen

von Catrin Guntersdorfer

Insgesamt 500 Kunststoffdeckel will Mittelschule Haar sammeln und damit für ein Leben ohne Kinderlähmung kämpfen.  Kleiner Dreh–große Wirkung: Wer die Kunststoffdeckel seiner Saft-, Milch-oder Cola-Flasche sammelt, kann Leben retten. Die Mittelschule ruft mit dieser Aktion auf, gegen Polio zu kämpfen.


Mit Müll Gutes tun? Das geht! Schon seit einigen Wochen sammeln Schüler*innen der Haarer Mittelschule Plastikdeckel für das Projekt „Deckel gegen Polio”. Kinderlähmung (Polio) ist eine ansteckende Krankheit, an der vor allem Kleinkinder, aber auch Erwachsene, erkranken. Das Virus verursacht Lähmungserscheinungen, die Infektion kann Spätfolgen haben oder sogar tödlich verlaufen. Polio ist nicht heilbar–aber mit einer Impfung kann ein lebenslanger Schutz geschaffen werden.
Doch was haben die Deckel damit zu tun? Getränkedeckel sind aus hochwertigem Kunststoff (HDPE), der sehr gut wiederverwertet werden kann. Von der Abgabestelle werden sie zu einer Recycling-Fabrik gebracht. Das recycelte Kunststoffmaterial wird verkauft. Der Erlös geht an die weltweite Kampagne „End Polio Now”,  initiiert im Jahr 2014 von dem Verein „Deckel drauf e.V.”. Ziel ist es, dass jedes Kind weltweit eines Tages gegen Polio geimpft ist. Sammelstellen im Rathaus und Wertstoffhof 500 Deckel werden benötigt, um eine Impfung zu finanzieren. Und natürlich möchten die Mittelschüler*innen möglichst vielen Kindern diese Impfung ermöglichen. Da ist auch Haars Umweltreferent Andreas Nemetz gerne unterstützend mit an Bord – und hat Sammelbehälter für Deckel sowohl im Rathaus als auch am Wertstoffhof aufgestellt. In die kann jetzt auch die Bevölkerung ihre gesammelten Deckel werfen und damit die Aktion stärken.
Bis Mai soll die Sammelaktion dauern.
(Bitte nur Kunststoffdeckel von Getränkeflaschen und Getränkekartons – maximaler Deckeldurchmesser 4 cm – abgeben!)