Petition soll Naherholungsgebiet Keferloh retten

von Catrin Guntersdorfer

 

Durch eine Online-Petition versucht jetzt die Haarer CSU die  Rettung des Naherholungsgebietes voranzutreiben. Die vom stellvertretenden Ortsvorsitzende Andreas Bukowski angestoßene Aktion hat mittlerweile 1225 Unterstützer gefunden. Adressat der Protestaktion ist der Gemeinderat Grasbrunn. Bukwoski fordert mit seiner Petition den Erhalt des Naherholungsgebiets in seinem jetzigen Zustand und einen Verzicht auf die Errichtung eines Gewerbegebiets auf den Flächen rund um das Gut Keferloh gefordert wird. In der Gemeinde Grasbrunn gibt es seit längerem Planungen in Keferloh, östlich der B 471, ein Gewerbegebiet anzusiedeln. Die Nachbargemeinde Haar sieht durch dieses Vorhaben den Charakter der für diese Region typischen Rodungsinsel gefährdet. In einem offenen Brief hatten sich daher bereits im Oktober vergangenen Jahres die vier vertretenen Fraktionen im Gemeinderat Haar an den Ersten Bürgermeister der Gemeinde Grasbrunn, Klaus Korneder, gewandt. (b304 berichtete)

Dass der Region München durch intensive Bebauung langsam die Flächen ausgingen, sei mittlerweile allseits bekannt, so Bukowski: “Das veranlasst einige Kommunalpolitiker auch an die Landstriche heranzugehen, die aufgrund ihrer Art und ihrer Lage zu den besonders beliebten Orten gehören, wo Menschen aus der Umgebung ein wenig Entspannung und Erholung finden!” Der Politiker stellt sich die Frage, ob selbst die wenigen verbliebenen Kostbarkeiten, die der Landkreis München noch besitzt, gewerblichen Interessen zum Opfer fallen müssen. Das geplante Gewerbegebiet verunstalte seiner Meinung nach, nicht nur ein Kleinod der Gemeinde Grasbrunn, sondern sei zudem der Einstieg in eine vollständige gewerbliche Nutzung, die auch vor dem übrigen Grün rund um das Gut Keferloh nicht haltmachen würd. Bukowski fordert daher: “Retten wir das Naherholungsgebiet Keferloh bevor es zu spät ist!”

Das geplante neue Gewerbegebiet in Keferloh (Foto: Gemeinde Grasbrunn)