Neue Radl für Haar: „MyRadl“ soll im April starten

von Leon Öttl

Ende September verschwanden die blauen MVG-Fahrräder aus dem Ortsgebiet. Nachdem der Vertrag der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit dem Anbieter Nextbike ausgelaufen war, kam es im Zuge der Neuvergabe zu einer Klage. Die Räder wurden daraufhin eingesammelt, die Stationen abgebaut.

Nun soll bald ein neues System starten – mit einer alten Betreiberin: Die Nextbike GmbH wird das Angebot künftig im Auftrag des Münchner Verkehrsverbunds (MVV) betreiben. Ein genaues Startdatum nennt der MVV bislang nicht und spricht lediglich vom Frühjahr. In Haar ist derzeit von einem Start Ende April die Rede.

Die Einführung wird groß angekündigt: Das neue Angebot mit dem Namen „MyRadl“ sei „ein völlig neues, regional vernetztes Bikesharing-System, das München und 36 umliegende Kommunen miteinander verbindet“. Kundinnen und Kunden profitierten damit von „noch flexiblerer, nachhaltigerer und komfortablerer Mobilität im gesamten MVV-Gebiet“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Geplant sind rund 1000 Standorte mit mehr als 6800 Rädern in den teilnehmenden Kommunen des MVV-Raums. Ausleihe und Rückgabe sollen dabei verbundweit über Landkreis-, Stadt- und Gemeindegrenzen hinweg möglich sein. Zu Tarifen und genauen Konditionen gibt es bislang noch keine Informationen. Derzeit laufen laut MVV Vorbereitungsgespräche mit Nextbike.

In Haar sollen die Räder überwiegend an den bereits vom Vorgängersystem bekannten Standorten stehen. Insgesamt sind zwölf Stationen mit jeweils vier Stellplätzen vorgesehen, an zentralen Orten wie dem Bahnhof und dem Klinikum jeweils acht Stellplätze. Die bisherigen Stationen Am See und Rechnerstraße werden durch neue Standorte am Sportpark sowie auf dem Gelände des kbo-Isar-Amper-Klinikums ersetzt. Insgesamt sollen in Haar rund 60 Räder zur Verfügung stehen.

Derzeit werden die ungenutzten Flächen der früheren MVG-Radstationen als Parkplätze für E-Scooter genutzt. In den Nachbarkommunen Vaterstetten und Grasbrunn wird es – wie bislang – vorerst keine Leihräder geben.