„Mehr davon würden der Welt gut tun“

von Markus Bistrick

Die Bürgerstiftung Haar hat am vergangenen Donnerstag ihr 15-Jähriges Jubiläum gefeiert und dabei äußerst emotional Abschied genommen – von Jürgen Partenheimer, dem “Gesicht der Stiftung”, der seit der Gründung an der Spitze des Vorstandes stand. Der Stiftung bleibt der 88-jährige ehemalige Bankier weiterhin als Ehrenvorsitzender verbunden. Sein Nachfolger ist seit Ende vergangenen Jahres Alexander Zill, der durch den Jubiläumsabend führte.


Der bekannte Moderator und Stiftungsvorstand Harald Lesch würdigte in einer amüsanten wie emotionalen Laudatio die Verdienste seines Freundes Jürgen Partenheimer. (Foto: Markus Bistrick/B304.de)

„Jürgen Partenheimer ist einer dieser Menschen – und das wird jetzt ein bisschen sehr pathisch, aber ich kann es nicht ändern – von dem man sagen muss, dass mehr davon der Welt gut tun würden“, sagte der bekannte TV-Wissenschaftler Harald Lesch, der dem Vorstand der Bürgerstiftung Haar angehört, in seiner Laudatio wörtlich. Lesch würdigte seinen “Freund”, wie er sagte, als einen Mann mit vielen Fähigkeiten und allergrößter Disziplin. „Einer, der Dinge gerne und umfänglich selbst in der Hand hat und auch behält.“ Kompromisse seien für ihn eben keine Niederlagen, sondern der Kitt unserer Gesellschaft. Mehrfach stockte dem ZDF-Moderator die Stimme – wie zuvor bereits Jürgen Partenheimer in seiner Bilanz der zurückliegenden 15 Jahre Bürgerstiftung. „Der Lotse geht von Bord“, hatte dieser abschließend gesagt.

Mit einem Kapital von 254.000 Euro ist die Bürgerstiftung Haar im Jahr 2010 an den Start gegangenen und bis heute auf 4,3 Millionen Euro angewachsen. Dreimal wurde die Bürgerstiftung als Erbin bedacht. Mehr als 1,1 Millionen Euro konnten seitdem an Haarer Vereine und Einrichtungen ausgeschüttet werden – darunter zahlreiche Projekte für Kinder und Jugendliche an Schulen, Unterstützung für Senioren im Bereich „Palliative Care“, Hilfen für Menschen in Notlagen über Kirchen und Sozialamt, Förderungen für das Blaue Kreuz und die Feuerwehr, für das Schultheater am Ernst-Mach-Gymnasium, „Haar zum Anbeißen“ oder die „Parkwildnis“ an der Gronsdorfer Straße.

Das 10-jährige Jubiläum der Bürgerstiftung Haar musste wegen Corona ausfallen.

Impressionen von einem rundum gelungenen Abend im Bürgerhaus Haar:

Für das musikalische Rahmenprogramm sorgte unter anderem Raphaelle Zaneboni an der Querflöte. (Foto: Markus Bistrick/B304.de)

Der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Haar, Alexander Zill, führte humorvoll und souverän durch den Jubiläumsabend. (Foto: Markus Bistrick/B304.de)

D’aChor aus Haar ist dem Ehrenvorsitzenden Jürgen Partenheimer seit Jahren eng verbunden und gab an dem Jubiläumsabend gleich mehrere Stücke zum Besten. (Foto: Markus Bistrick/B304.de)

Die Eröffnungsworte am Jubiläumsabend durfte Haars Bürgermeister Andreas Bukowski, als Kuratoriumsvorsitzender der Bürgerstiftung, halten. Hier an der Seite von Alexander Zill. (Foto: Markus Bistrick/B304.de)

Zum Abschied als Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Haar blickte Jürgen Partenheimer auf die vergangenen 15 Jahre zurück. (Foto: Markus Bistrick/B304.de)

Standing Ovations für Jürgen Partenheimer und dessen Verdienste im bis auf den letzten Platz gefüllten Bürgerhaus Haar. Gereicht wurden kleine Spezialitäten vom Gasthof zur Post. (Foto: Markus Bistrick/B304.de)