KulturGut feiert 10-Jähriges

von b304


10 Jahre existiert inzwischen KulturGut Grasbrunn, ein Zusammenschluss von kunst- und
kabarettinteressierten Bürgern Grasbrunns, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, verschiedene
Künstler in die Gemeinde zu bringen, damit dadurch die örtliche Kulturwelt belebt wird. Dazu trugen
bereits unter anderem Bruno Jonas, Wolfgang Krebs, Luise Kinseher, Helmut Schleich oder Monaco Bagage und Hannes Ringlstetter bei, was Grasbrunns Bürgermeister Klaus Korneder bei der Gratulation zum 10-jährigen Jubiläum sichtlich freute.

Auch für die Besucher gab es Grund zur Freude, denn der Kabarettist Maxi Schafroth war der Star des Jubiläumsabends mit seinem Parforceritt durch das Verhältnis zwischen Allgäu und München, aber vor allem um die bayerische Politik. Der Abend mit Schafroth und seinem kongenialen Gitarristen Markus Schalk war die zweite Veranstaltung von KulturGut in der Pandemie und zweigeteilt, denn sie spielten eine Doppelvorstellung.


Schafroth liebt in seinem Programm vor allem den „rotbackigen“ Hubert Aiwanger, an dem er kein gutes Haar lässt. Dabei kommt so manches autobiographische Erlebnis vom Nockherberg zutage. Über
Aiwanger kommt er zu den Freien Wählern, die in Berlin etwa ähnlich zuhause sind, wie „entlaufene
Rinder auf einem Dressurreitplatz“. Somit war der Nockherberg-Redner beim Unterschied zwischen
Bayern und Berlinern, wobei er seinen Landsleuten klar den Vorzug gab – auch bei der pantomimischen
Darstellung der Gangart der beiden Volksstämme. Die unterschiedlichen Bundesländer und die
Eigenarten der Einwohner zogen sich wie ein roter Faden durch das Programm. So beispielsweise die
Schwaben, die gerne einen LKW-Spiegel am Fenster anbringen, damit sie sehen, „was der Nachbar
macht“. Und auch die Kirche bekam ihr Fett ab, denn Schafroth berichtete von „mit EC-Karten bezahlte
Ablassquittungen“.


Es war eine Reise durch das Leben Schafroths und dabei blieb auch seine Kindheit nicht unerwähnt: Vom Schulranzen über Skierlebnisse bis hin zum Schulbus war alles dabei. Erzählt oder aber auch vorgesungen – Schafroth zeigte einmal mehr seine künstlerische Vielfalt und begeisterte sein Publikum mit seiner typisch bissigen Art.(kgg)