Quelle: BMW Group

Genehmigungen erteilt

von b304

Im Herbst wird die BMW Group in Parsdorf ihr Kompetenzzentrum für Batteriezellfertigung (Cell Manufacturing Competence Centre, CMCC) eröffnen. Mit dem jetzt erfolgten Abschluss des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens liegen die Voraussetzungen für die Inbetriebnahme einer seriennahen Produktion für Lithium-Ionen-Batteriezellen vor, wie der Konzern heute mitteilt.

Die Investitionen für die erste Ausbaustufe betragen rund 170 Millionen Euro. Ungefähr 80 Mitarbeiter werden am Standort Parsdorf arbeiten. Das Bundeswirtschaftsministerium und das bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unterstützen das Vorhaben im Rahmen des europäischen Förderprozesses IPCEI (Important Projects of Common European Interest)

Auf rund 15.000 Quadratmetern wird die BMW Group dort die Industrialisierung künftiger Generationen von Hochleistungsbatteriezellen nachweisen. Die Pilotlinie im Kompetenzzentrum ermöglicht, die Wertschöpfungsprozesse der Zelle vollständig zu analysieren und zu verstehen. Das trägt dazu bei, zukünftige Lieferanten bei der Zellproduktion entsprechend den eigenen Vorgaben zu befähigen und damit die Produktion von Batteriezellen hinsichtlich Qualität, Leistung und Kosten weiter zu optimieren. Eine eigene Batteriezellfertigung in Großserie schließt das Unternehmen derzeit aus.

Markus Fallböhmer, Leiter der Motoren- und E-Antriebsproduktion bei der BMW Group: „Mit dem Kompetenzzentrum für Batteriezellfertigung in Parsdorf gehen wir den nächsten konsequenten Schritt, um den gesamten Wertschöpfungsprozess für Batteriezellen in seiner Tiefe zu durchdringen. Nach der erfolgreichen Implementierung des Kompetenzzentrum Batteriezelle, BCCC, fokussieren wir jetzt auf die Produktionsprozesse. Wir sichern die Produzierbarkeit von Lithium-Ionen-Batteriezellen unter Großseriengesichtspunkten bzgl. Qualität, Effizienz und Kosten ab.“

Gestaffelter Produktionsstart der Pilotlinie ab Herbst

Aufgrund der komplexen Technologie erfolgt die Inbetriebnahme der Batteriezellfertigung in Schritten. Der Produktionsstart des CMCC erfolgt im Herbst. In der ersten Phase des Hochlaufs werden die Anlagen für die Elektrodenproduktion installiert und eingefahren.

In der zweiten Phase werden die Anlagen für die nachfolgende Zellmontage und Formierung installiert. Der gesamte Hochlaufprozess erstreckt sich über rund ein Jahr. Im Laufe des nächsten Jahres wird die seriennahe Batteriezellproduktion im Kompetenzzentrum in den Regelbetrieb übergehen.

Konsequenterweise wird der Betrieb in Parsdorf über regenerativ erzeugten Strom erfolgen, u.a. über Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach des Gebäudes. Die Stellplätze im Parkhaus sind mit einer Ladeinfrastruktur ausgerüstet.