In seiner Mai-Sitzung hat der Vaterstettener Gemeinderat seine neue Geschäftsordnung festgelegt. Neben einigen formalen Änderungen gab es Diskussionen über die Besetzung des Ältestenrates. Bürgerinnen und Bürger haben künftig die Möglichkeit, Fragen zu den Sitzungspunkten zu stellen.
Dies soll in Form einer Art Bürgerfragestunde erfolgen. Die Fragen müssen sich auf die Tagesordnungspunkte der folgenden Sitzung beziehen, zudem gibt es eine Limitierung auf 3 Minuten pro Bürger. Die Beantwortung der Fragen erfolgt dann mündlich oder im Nachgang schriftlich. In vielen Kommunen ist eine solche Fragestunde bereits etablierte Praxis, etwa in der Nachbarstadt Haar.
Während die Verwaltung die Geschäftsordnung zum Beschluss vorlag, gab es noch Klärungsbedarf bei der Besetzung des Ältestenrats. Dorthin entsenden die Parteien je nach Sitzanzahl Vertreter – die CSU beispielsweise vier Mitglieder. Die Freien Wähler beantragten nun, dass die Bürgermeister zusätzlich Teil des Ältestenrats sein sollen und als Teil der von den Fraktionen entsendeten Vertretern. Die SPD stellte zunächst einen Gegenantrag, den sie nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung zurückzog. Die Auswirkungen auf die Größenordnung des Gremiums hielte sich „sehr in Grenzen“, so Sepp Mittermeier (SPD). Da für die Teilnahme der zweiten und dritten Bürgermeister kein Sitzungsgeld vorgesehen sei, seien auch die finanziellen Auswirkungen gering.
Die Geschäftsordnung wurde einstimmig beschlossen. Offen ist noch die Besetzung der Referentenposten für die neue Wahlperiode.
