Ersatzbrücke kommt dieses Wochenende

von b304

Im Rahmen des Ersatzneubaus der Brücke der Bundesstraße 304 über die Autobahn A99 wird bereits ab morgen, Freitag, 20 Uhr, an der Anschlussstelle Haar eine Behelfsbrücke eingehoben. Der Einhub erfolgt an zwei Wochenenden.

Einhub der ersten Brückenhälfte

Von Freitag, den 24. April, 20 Uhr, bis Montag, den 27. April, 5 Uhr, wird an der Anschlussstelle Haar mithilfe eines 50-Tonnen-Krans die erste Hälfte der Behelfsbrücke über der Fahrbahn in Fahrtrichtung Salzburg eingehoben.

Für die Dauer der Arbeiten wird der Verkehr in Fahrtrichtung Salzburg auf die Gegenfahrbahn in Fahrtrichtung Nürnberg umgeleitet. In beiden Fahrtrichtungen stehen damit jeweils nur zwei statt der üblichen drei Fahrspuren zur Verfügung. Gleichzeitig wird die Einfahrt in die A 99 in Fahrtrichtung Salzburg an der Anschlussstelle Haar für diesen Zeitraum gesperrt. Die Umleitung erfolgt auf der ausgeschilderte Umleitungsstrecke U20 über die B471 zur Anschlussstelle Hohenbrunn. An der Einfahrt in Fahrtrichtung Nürnberg steht keine Beschleunigungsspur zur Verfügung. Um besondere Vorsicht an der unvermeidbaren Stopp-Stelle wird gebeten. Die Ausfahrt aus der Autobahn in Fahrtrichtung München sowie die Ein- und Ausfahrten in Fahrtrichtung Nürnberg bleiben geöffnet.

In der Nacht von Sonntag, den 27. April, auf Montag, den 28. April, wird die Einfahrt in Fahrtrichtung Salzburg an der Anschlussstelle Haar erneut kurzfristig gesperrt, um die Fahrbahn in diesem Bereich zu sanieren. Der Fahrbahnzustand ist in diesem Abschnitt stark beeinträchtigt und erfordert eine dringende Erneuerung.

Hinweis auf Nachtarbeiten an der Anschlussstelle Hohenbrunn

In den Nächten vom 28. auf den 29. April und vom 29. auf den 30. April werden an der benachbarten Anschlussstelle Hohenbrunn die Ein- und Ausfahrten in Fahrtrichtung Salzburg erneuert. Diese müssen für die Dauer der Arbeiten jeweils vollständig gesperrt werden. Die Umleitungen erfolgen über die jeweils benachbarten Anschlussstellen.

Zweite Brückenhälfte: 8. bis 11. Mai

Der Einhub der zweiten Hälfte der Behelfsbrücke – über der Fahrbahn in Fahrtrichtung Nürnberg – erfolgt am Wochenende vom 8. bis 11. Mai nach dem gleichen Verfahren. Dabei wird der gesamte Verkehr auf der Fahrbahn in Fahrtrichtung Salzburg geführt, sodass erneut lediglich zwei Fahrspuren je Richtung zur Verfügung stehen. Während dieses Bauabschnitts ist die Ausfahrt aus der A99 in Fahrtrichtung Salzburg an der Anschlussstelle Haar gesperrt.

Zweck der Behelfsbrücke

Die Behelfsbrücke ist notwendig, um während des anschließenden Abbruchs und Neubaus der bestehenden Brücke der B 304 über die A99 den Fahrzeug- und Radverkehr über die A 99 dauerhaft aufrechterhalten zu können. Sie stellt damit eine wesentliche Voraussetzung für die sichere und kontinuierliche Abwicklung der Gesamtbaumaßnahme dar. Anschließend werden die Anschlüsse an die Behelfsbrücke hergestellt, so dass der Verkehr der Bundesstraße einschließlich des Radverkehrs bis Ende Juni auf die Behelfsbrücke umgelegt werden kann. Während der Herstellung der Anschlussbereiche an die Bundesstraße muss aus Sicherheitsgründen der Radverkehr für etwa zwei Wochen über die Alternativroute entlang der Bahnlinie umgeleitet werden.

Vorankündigung: Vollsperrung der A99 im November

Im November ist der Abbruch der bestehenden Brücke geplant. Hierfür wird die A99 Ende November voraussichtlich vollständig gesperrt werden müssen. Umfangreiche Umleitungen werden eingerichtet. Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Südbayern, bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, sich bereits jetzt auf diese schwierige Situation einzustellen und Fahrten über den Autobahnring München nach Möglichkeit zu vermeiden. Die Autobahn GmbH wird rechtzeitig über die genauen Sperrzeiten informieren.

Fertigstellung Ende 2028

Der gesamte Bauablauf – inklusive Vorarbeiten, Bau der Behelfsbrücke, Abbruch der bestehenden Brücke, Neubau sowie Rückbau und Wiederaufforstung – ist auf rund drei Jahre angesetzt. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für Ende 2028 vorgesehen.  

Bei einer Brückenprüfung im Mai 2025 wurde festgestellt, dass die die vorhandenen Schäden an der Brücke sich noch einmal erheblich verschlechtert haben, so dass jetzt gehandelt werden muss, um noch ausreichend Zeit für einen geordneten Bau einer Ersatzbrücke und vor allem einer Behelfsbrücke zur Aufrechterhaltung des Verkehrs auf der Bundesstraße B304 und des Radverkehrs zu haben.

Derzeit besteht keine akute Gefahr für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Der Zustand der Brücke erfordert aber ein zügiges Handeln.