Aus Stoffresten werden Herzensstücke

von b304

Ob leuchtend rote Erdbeere, Eulen im Mondschein oder Monster mit frechen Glubschaugen: Zwei wahre Nähmaschinen-Künstlerinnen verwandeln für die Stadt Haar Stoffreste in fantasievolle Dascherl. Die handgenähten Unikate gibt es ab Mitte November zugunsten des Haarer Tischs in der Trödel-Galerie am Haarer Wertstoffhof zu kaufen.

Die „Haarer Einkaufsdascherl“ sind längst eine kleine Erfolgsgeschichte. Die ursprüngliche Idee dahinter: Aus den alten Fahnen und Bannern der Stadt Haar sowie gespendeten Stoffresten entstehen praktische, wiederverwendbare Einkaufstaschen, die im Verleihsystem an verschiedenen Stellen und Geschäften in Haar an Taschenbäumen aufgehängt werden. Wer seinen Einkaufsbeutel vergessen hat, kann sich dort eine Stofftasche leihen und diese bei Gelegenheit zurückbringen. Und was, wenn einem die Tasche so gut gefällt, dass man sie behalten möchte? Auch das ist möglich. An den Taschenständern sind Spendenboxen an- gebracht, in die Geld eingeworfen werden kann. Der Erlös kommt zu hundert Prozent dem Haarer Tisch zugute.

Die zwei Dascherl-Frauen

Dass die Idee so wunderbar funktioniert, ist vor allem Karin Lüthen zu verdanken: Die leidenschaftliche Näherin hat inzwischen weit mehr als 1.000 Taschen gefertigt und dem Projekt beigesteuert. Und zwischen all den fleißig genähten Alltagsdascherln finden sich immer wieder echte Schmuckstücke.

Nun bekommt die Aktion kreative Verstärkung: Johanna Springer steuert fantasievolle, aufwendig geschneiderte Taschen bei. Viel zu schade eigentlich, um darin bloß Salatkopf und Essigflasche nach Hause zu tragen …

Kunstwerke für den guten Zweck – ab Mitte November in der Trödel- Galerie
Deshalb bekommen diese außergewöhnlichen Dascherl jetzt zusätzlich ihren eigenen Platz im Verkauf. Erste Anlaufstelle ist ab Mitte November die Trödel-Galerie am Wertstoffhof. Für 7 bis 10 Euro gibt es dort ein handgenähtes Unikat, in dem jede Menge Zeit, Kreativität und Herzblut stecken. So wird nicht nur ein Stück Stoff vor dem Wegwerfen bewahrt, sondern zugleich der Haarer Tisch unterstützt.

Ein herzliches Dankeschön gilt den beiden engagierten Näherinnen, ohne die die gesamte Dascherl-Aktion nicht möglich wäre.