Wie barrierefrei ist Vaterstetten?

von Eva Bistrick

Ist ein Restaurant stufenlos erreichbar? Kommt man mit Rollstuhl oder Rollator in eine Arztpraxis? Und gibt es eine barrierefreie Toilette? Solche Informationen sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität entscheidend. Die digitale „Wheelmap“ soll genau diese Fragen beantworten – und auch Bürgerinnen und Bürger in Vaterstetten können dabei mithelfen.

Für Menschen, die mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs sind, können schon einzelne Stufen zum Hindernis werden. Doch ob ein Geschäft, Restaurant oder eine Praxis barrierefrei zugänglich ist, lässt sich vor einem Besuch häufig nur schwer herausfinden.

Hier setzt die Wheelmap an. Die kostenlose Online-Karte erfasst weltweit rollstuhlgerechte und weniger gut zugängliche Orte. Grundlage ist das Prinzip einer Mitmach-Karte: Nutzer können selbst Orte bewerten und vorhandene Informationen ergänzen.

Ampelfarben zeigen Zugänglichkeit

Die Einstufung erfolgt über ein einfaches Farbsystem. Grün gekennzeichnete Orte sind stufenlos zugänglich und auch die relevanten Räume können mit dem Rollstuhl erreicht werden. Gelb weist auf Einschränkungen hin, beispielsweise eine einzelne niedrige Stufe am Eingang. Rot bedeutet, dass ein Ort nicht rollstuhlgerecht zugänglich ist.

Bei grau markierten Orten fehlen bislang entsprechende Angaben. Zusätzlich lässt sich erfassen, ob eine barrierefreie Toilette vorhanden ist.

Damit lebt die Wheelmap vor allem von Menschen, die vor Ort Informationen ergänzen. Bewertungen können unkompliziert über die Website wheelmap.org oder über die kostenlose Smartphone-App vorgenommen werden.

Wheelmap-Treff in Vaterstetten

Auch in der Gemeinde Vaterstetten soll die Karte weiter mit Informationen gefüllt werden. Der Verein Aktiver Bürger e.V. organisiert dazu einen monatlichen Wheelmap-Treff im Senioren Zentrum Baldham am Bahnhofplatz 1.

Gemeinsam sollen dort barrierefreie und weniger gut zugängliche Orte im Gemeindegebiet erfasst werden. Mitmachen können nicht nur Menschen, die selbst auf Barrierefreiheit angewiesen sind. Auch Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren und dabei helfen möchten, bestehende Barrieren sichtbar zu machen, sind willkommen.